Die Große Freiheit vom Beatles-Platz aus gesehen. Rechts im Bild ist Susis Showbar zu erkennen.

 

 

Die Große Freiheit gehört zu den bekanntesten und am stärksten frequentierten Seitenstraßen der Reeperbahn. Sie verläuft vom Beatles-Platz in nördliche Richtung über die Simon-von-Utrecht-Straße bis zur Paul-Roosen-Straße.

 

Diese Seitenstraße ist die wohl beliebteste und meistbesuchte Amüsiermeile im Stadtteil St. Pauli und eine der besten Adressen für Musikfans und Partygänger auf dem Kiez. Sie ist schon seit vielen Jahrzehnten eine feste Größe und ein Publikumsmagnet in der Nightlife-Szene der Hansestadt und ein absoluter Pflichttermin für jeden Touristen bei einem Kurzurlaub in Hamburg. Die legendäre Vergnügungsmeile lockt mit ihrem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm und ihrem vielseitigen Unterhaltungsangebot jedes Wochenende tausende von Feierwütigen und Nachtschwärmern auf die Reeperbahn, die sich dann hier in das wilde Nachtleben stürzen und bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen feiern.

 

Die Hauptanziehungspunkte der nächtlichen Besuchermassen sind die unzähligen Clubs, Diskotheken, Kneipen und Bars, die sich hier dicht an dicht gedrängt zu beiden Seiten der Straße erstrecken. Ihren Ruf als Vergnügungsmeile erlangte die Große Freiheit allerdings erst in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts.

 

Zu dieser Legendenbildung trug vor allem der deutsche Spielfilm-Klassiker „Große Freiheit Nr. 7“ bei, der im Jahre 1943 unter der Regie des deutschen Schauspielers und Regisseurs Helmut Käutner (1908 – 1980) und mit den deutschen Schauspielern Hans Albers (1891 – 1960) und Ilse Werner (1921 – 2005) in den Hauptrollen produziert wurde. Ein weit verbreitetes, nostalgisches und idealisiertes Bild der Großen Freiheit als Amüsiermeile wurde in den 1970er Jahren und 1980er Jahren sehr stark von den damals hier ansässigen, weltberühmten Nachtclubs wie dem Salambo, dem Safari, dem Colibri und dem Regina geprägt, die heute fast allesamt geschlossen sind.

 

 

Zu den angesagtesten und meistbesuchten Clubs, Bars, Kneipen und Diskotheken, die hier heute zu finden sind, gehören u.a. die Große Freiheit 36, der Kaiserkeller, das Grünspan, Susis Showbar, das Dollhouse und die Thai Oase. Eine weiterer Besuchermagnet ist die Bar des berühmten Travestiekünstlers Olivia Jones in der Großen Freiheit 35. In den Sommermonaten ist die Partymeile auch ein Hotspot für Junggesellenabschiede auf der Reeperbahn.

 

In der Großen Freiheit 39 war in der Zeit vom 13. April 1962 bis zum 31. Dezember 1969 der Star Club untergebracht. Hier wurde in den 1960er Jahren Musikgeschichte geschrieben. Der legendäre Live-Musikclub diente in seiner 7-jährigen Geschichte als Auftrittsort und Karrieresprungbrett für viele hochkarätige Stars der Beat- und Rock´n Roll-Generation.

 

Zu den international erfolgreichen Musikern und Bands, die hier schon gastierten, gehörten u.a. The Searchers, The Liverbirds, Johnny Kidd and the Pirates, Chuck Berry, Little Richard, Jimi Hendrix, The Rivets, Screaming Lord Sutch, Brenda Lee, Lee Curtis and the All-Stars, The Rattles, The Blizzards, Cisco and his Dynamites, Jerry Lee Lewis, The Undertakers, Bill Haley, Cream, Ray Charles, Fats Domino, The Remo Four, The Everly Brothers, Gene Vincent, Gerry and the Pacemakers und Mino Reitano.

 

 

Der Star-Club erlangte weltweite Berühmtheit durch die Beatles. In den frühen 1960er Jahren standen die „Fab Four“ hier und in dem nahegelegenen Indra Musikclub in der Großen Freiheit 64, der heute immer noch an diesem Standort zu finden ist, mehrmals auf der Bühne.

 

Die Party- und Amüsiermeile kann heute stolz auf eine jahrhundertelange Tradition als liberaler Wirtschaftsstandort zurückblicken. Die Straße wurde bereits im Jahre 1610 angelegt und lag damals noch in Altona. Ihren eigentümlichen Namen verdankt sie einem Privileg, das Graf Ernst zu Holstein-Schaumburg (1569 – 1622) im Jahre 1601 dem mennonitischen Händler François Noë ausstellte.

 

Dieses gestattete die Einrichtung einer liberalen Wirtschaftszone in Altona, in der dort ansässige, unzünftige Handwerker und Glaubensgemeinschaften besondere Religions- und Gewerbefreiheiten genossen. Diese Wirtschaftszone wurde in Altona in den Jahren 1611 und 1612 unter dem Namen „Freiheit“ eingerichtet. Im Rahmen dieser liberalen Wirtschaftspolitik wurden zwei hier bereits existierende Strassen in „Kleine Freiheit“ und „Große Freiheit“ umbenannt.

 

Weiterführende Links:

 

Adresse, Stadtplan Große Freiheit Hamburg

Bilder, Fotos Beatles Platz Hamburg

Bilder, Fotos Grünspan Hamburg

Bilder, Fotos Große Freiheit 36 Hamburg

Bilder, Fotos Indra Musikclub Hamburg

Bilder, Fotos Molotow Club Hamburg

Bilder, Fotos Thai Oase Hamburg

Related Posts:


  • Beste Irish Pubs Bars mit Live-Musik in Hamburg
  • Adresse, Stadtplan Große Freiheit Hamburg
  • Comments are closed.

    subscribe to this feed
    Deine Plattform für Reiseinspiration
     
    Hamburg-Internet
     
    Preiswert nach Hamburg
     
    Follow
      Blogtotal foxload.com Blogverzeichnis Blogverzeichnis - Bloggerei.de TopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top Liste blogoscoop blogsonne.de - Dein Blog-Verzeichnis blogwolke.de - Das Blog-Verzeichnis