Hamburg Blankenese

 
Blankenese grenzt im Norden an Iserbrook und Sülldorf, im Osten an Nienstedten, im Westen an Rissen und im Süden an die Elbe. Der Stadtteil erstreckt sich über eine Fläche von insgesamt 8,3 Quadratkilometern, hat eine Einwohnerzahl von 13.491 und eine Bevölkerungsdichte von 1625 Einwohnern pro Quadratkilometer.
 
Der Elbvorort liegt an einem steilen südlichen Geesthang über der Elbe. Namensgeber war eine nasenförmige Landzunge, die vom nördlichen Elbufer in den Fluss ragte und von den Gezeiten regelmäßig überflutet und abgewaschen wurde, so dass deren Sand in der Sonne glänzte. Diese Sandbank wurde auf Plattdeutsch als „blanke Nese“ („glänzende Nase“) bezeichnet und während der Burchardiflut in der Nacht vom 11. auf den 12. Oktober 1634 vollständig weggespült.
 
Heute kann Blankenese stolz auf eine jahrhundertealte, wechselvolle Geschichte zurückblicken. Seine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1301. Ursprünglich als ein Fischerdorf gegründet, wurde es über die Jahrhunderte hinweg den Geesthang hinauf gebaut, so dass hier mit der Zeit ein malerisches, idyllisches und beschauliches Hangdorf entstand. Sein äußeres Erscheinungsbild erinnert an das Bergdorf Positano an der italienischen Amalfiküste, weshalb es im Volksmund auch „Hamburger Riviera“ genannt wird. Im Laufe der Zeit entdeckten immer mehr ehemalige Kapitäne und Lotsen das Fischerdorf als einen attraktiven Altersruhesitz und ließen sich hier nieder, um in dem Elbvorort ihren Lebensabend zu verbringen.
 
Seit dem Mittelalter befand sich Blankenese ständig im Macht- und Einflussgebiet verschiedener europäischer Großmächte. Bis zum Jahre 1460 wurde es von den Grafen von Schauenburg und Holstein-Pinneberg regiert. Im Jahre 1460 fiel es unter die Herrschaft der dänischen Krone. Nach dem Deutsch-Dänischen Krieg im Jahre 1864 ging es zunächst in den Besitz Österreichs und nach dem Preußisch-Österreichischem Krieg im Jahre 1866 schließlich in den Besitz Preußens über.
 
Im Jahre 1919 wurde es mit dem benachbarten Bauerndorf Dockenhuden zusammengelegt. Im Rahmen des Groß-Altona-Gesetzes wurde es im Jahre 1927 nach Altona eingemeindet. Über Jahrhunderte hinweg westlich vor den Stadttoren der Hansestadt gelegen, wurde Blankenese dann im Rahmen des Groß-Hamburg-Gesetzes im Jahre 1938 – zusammen mit Altona – endgültig nach Hamburg eingemeindet.
 
Mitte des 19. Jahrhunderts begann die Gentrifizierung in Blankenese. Bedingt durch die Bevölkerungsexplosion und die bauliche Verdichtung in Hamburg, gewann der Elbvorort aufgrund seiner idyllischen Hanglage und seines mediterranen Flairs zu dieser Zeit beim Großbürgertum und bei reichen Kaufleuten in der Hansestadt als Ausflugsziel, Wohnviertel und Altersruhesitz immer mehr an Attraktivität. Dies hatte hier in der Gründerzeit einen starken Zuzug und eine starke Bautätigkeit zur Folge. Damals avancierte das ehemalige Fischerdorf zu dem wohlhabenden großbürgerlichen Villenviertel, das es heute noch ist. Heutzutage gehört es mit einem jährlichen Durchschnittseinkommen von 117.139 Euro pro Kopf zu den reichsten Hamburger Stadtteilen.
 
Und allen Urbanisierungstrends zum Trotz konnte Blankenese seinen beschaulichen, kleinstädtischen Charakter und seinen ursprünglichen, liebenswerten Charme bis heute zum größten Teil bewahren. Heute wird hier die Skyline von historischen, reetgedeckten Fischer-, Lotsen- und Kapitänshäusern mit Backstein- und Fachwerkmauern und von prachtvollen, majestätischen Villen und Herrenhäusern im klassizistischen Stil und im Jugendstil beherrscht. Neben dem pittoresken Stadtbild und der attraktiven Wasserlage sorgen auch viele öffentliche Garten-, Grün- und Parkanlagen mit prächtigen Villen, einem alten Baumbestand und einem hohen Freizeit-, Erlebnis- und Erholungwert für eine hohe Lebensqualität im Stadtteil. Dazu gehören u.a. Baurs Park, der Hessepark, Goßlers Park, Schinckels Park und der Römische Garten.
 
Zu den beliebtesten und meistbesuchten Touristenattraktionen im Elbvorort gehören u.a. der 74,7 Meter hohe Süllberg mit seinen vielen gemütlichen Restaurants, die einen atemberaubenden Panoramablick auf die Elbe, auf die Elbinsel Neßsand, auf traumhafte, romantische Sonnenuntergänge und auf vorbeifahrende Container- und Kreuzfahrtschiffe erlauben. Dazu gehören u.a. das Gourmet-Restaurant Seven Seas, Sagebiels Fährhaus und der Kaffeegarten Schuldt.
 
Weitere Besuchermagneten sind das am Süllberg gelegene Treppenviertel mit seinen vielen verwinkelten Gassen und Treppen und die 4 traditionellen Osterfeuer Viereck, Knüll, Osten und Mühlenberg am Elbstrand. Das Treppenviertel mit seinen insgesamt 58 Treppen und 4864 Stufen und der nahegelegene Naturstrand Falkensteiner Ufer laden das ganze Jahr über zu stundenlangen, gemütlichen Spaziergängen, Wanderungen und Sightseeingtouren entlang der Elbe auf dem Süllberg ein.
 

Bilder, Fotos Treppenviertel Hamburg Blankenese

Das Blankeneser Treppenviertel in Hamburg von der Kreuzung Beckers Weg und Breckwohldtstrasse aus gesehen. Im Hintergrund ist die Strandtreppe zu erkennen.

 

 

Das malerische, verträumte Quartier mit seinen verwinkelten, steilen und engen Gassen gehört zu den schönsten Postkartenmotiven und zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Elbmetropole.

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