Das Blankeneser Treppenviertel in Hamburg von der Kreuzung Beckers Weg und Breckwohldtstrasse aus gesehen. Im Hintergrund ist die Strandtreppe zu erkennen.

 

 

Das malerische, verträumte Quartier mit seinen verwinkelten, steilen und engen Gassen gehört zu den schönsten Postkartenmotiven und zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Elbmetropole.

 

Das Treppenlabyrinth ist einzigartig in Europa. Hier befinden sich auf engstem Raum zahlreiche hübsche, mit Reet gedeckte Fachwerkhäuschen, große, prachtvolle Villen und Herrenhäuser mit gepflegten Vordergärten, Kneipen, Restaurants, Cafes, Biergärten, Kunstateliers und -galerien, Terrassen und Parks.

 

Eingebettet in die romantische Hügellandschaft des 72 Meter hohen Süllberges und des 66 Meter hohen Elbhanges, liegt das idyllische, verschlafene Viertel direkt oberhalb des Strandweges und des Falkensteiner Ufers. Es erstreckt sich entlang des gesamten Blankeneser Elbstrandes.

 

Im Norden grenzt es an die Strassen Am Kiekeberg, Wilmans Park und Waseberg. In östlicher Richtung erstreckt sich das Quartier bis zum Baurs Weg. Im Westen verläuft es entlang des Falkensteiner Weg.

 

Das pittoreske, beschauliche Viertel ist von zwei Straßen sowie 58 Fußwegen und Treppengängen mit insgesamt 4864 Stufen durchzogen.

 

Vom Süllberg und vom Elbhang aus kann man einen atemberaubenden Panoramablick auf die Elbe, den Strandweg, das Falkensteiner Ufers, die vorbeifahrenden Containerschiffe und Kreuzfahrtschiffe und die gegenüberliegende Elbinsel Neßsand geniessen.

 

Das Treppenviertel in Blankenese in Hamburg hat bis heute seine Beschaulichkeit und seinen ursprünglichen, ganz eigenen Charme bewahrt.

 

 

Seine exklusive Lage direkt am Elbhang und am Süllberg, die verschlungenen und schmalen Treppengänge und die dicht aneinandergebauten, oftmals weiß gestrichenen Häuser verleihen dem Quartier den Charme eines italienischen Bergdorfes am Mittelmeer und sorgen für mediterranes, südländisches Flair an der Elbe. Vor allem in den Sommermonaten erinnert es ein bisschen an einen Urlaubsort an der italienischen Riviera.

 

Die verwinkelten und engen Gassen mit ihren dicht aneinanderliegenden Fachwerkhäuschen und Villen haben einen hohen Naherholungswert und laden zu langen Spaziergängen durch das Quartier ein.

 

Es wird von seinen Bewohnern und seinen Besuchern als eine Oase der Ruhe geschätzt, in dem man dem Lärm, dem Stress und der Hektik des Großstadtlebens entfliehen und einfach einmal abschalten und die Seele baumeln lassen kann.

 

Fernab von touristisch überlaufenen Gegenden wie der Reeperbahn und abseits des ständigen Durchgangsverkehrs auf den Hauptverkehrsstrassen wie der Elbchaussee kann man hier noch eine Ruhe und Beschaulichkeit geniessen, wie man sie heute nur noch selten in der Hansestadt findet.

 

Das Treppenviertel ist das älteste, bekannteste und schönste Viertel von Blankenese. Es kann stolz auf eine jahrhundertelange, wechselvolle Geschichte zurückblicken.

 

Seine Ursprünge reichen bis in das 18. Jahrhundert zurück. Damals war es noch ein reines Fischer-, Kapitäns – und Lotsendorf, in dem sich pensionierte Kapitäne und Lotsen zur Ruhe setzen und ihren Lebensabend verbrachten. Aus dieser Zeit stammen die vielen historischen Kapitäns- und Lotsenhäuser.

 

Während der Biedermeierzeit in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und während der Gründerzeit Anfang des 20. Jahrhunderts avancierte das Quartier zu einem Nobelviertel. Damals entwickelte es sich zu einem beliebten Ausflugs- und Ferienziel und einem attraktiven Wohngebiet des Großbürgertums. Aus dieser Zeit stammen die vielen großen, prunkvollen Villen und Herrenhäusern im Stil des Klassizismus, der Gotik, der Renaissance, des Barock und im Jugendstil.

 

Heutzutage ist es eine bevorzugte Wohngegend für besser verdienende, mittelständische Berufs- und Einkommensgruppen wie Architekten, Ärzte, Journalisten, Reeder, Schiffsmakler, Banker und Verleger. Hier wohnen u.a. Stefan Aust, Hans-Otto Schümann, Otto Waalkes, Rolf Zuckowski und Jan Philipp Reemtsma.

 

Nach einer ausgedehnten Wanderung durch das Quartier kann man sich in einem der vielen Cafes und Restaurants bei Kaffee und Kuchen ausruhen und dabei einen traumhaften Panoramablick auf die Elbe und die vorbeifahrenden Containerschiffe und Kreuzfahrtschiffe.

 

Update vom 27.08.2017

 

Aufatmen am Süllberg: die jahrelange Kontroverse um eines der berühmtesten und schönsten Postkartenmotive des Blankeneser Treppenviertels hat jetzt endlich doch noch ein gutes Ende gefunden. Streitpunkt ist das an der Elbterrasse 6 gelegene und unter Denkmalschutz stehende Blankeneser Fischerhaus. Das traditionsreiche, reetgedeckte und über 330 Jahre alte Fachwerkhaus ist das wohl bekannteste Fischerhaus am Süllberg. Das Zukunft des historischen Bauwerks ist auf Dauer gesichert. Bislang wurde das Gebäude u.a. als Heimatmuseum, Seniorenbegegnungsstätte und Veranstaltungsort genutzt.

 

Das Haus gehört der Stadt Hamburg, die es über Jahre hinweg vernachlässigt hat und verfallen ließ. Heute ist es marode, baufällig und stark sanierungsbedürftig. Die Schäden an dem traditionsreichen Fachwerkhaus sind unübersehbar: das Dach ist undicht und die Elektrik veraltet.

 

Die Träger des Blankeneser Museums und der Seniorenbegegnungsstätte, der Förderkreis „Historisches Blankenese“ e.V. und die Kirchengemeinde Blankenese, befinden sich in einem schon seit 3 Jahren andauernden Verhandlungsmarathon mit der Stadt Hamburg, um diese zu einer längst überfälligen Sanierung des historischen Bauwerks zu bewegen – bislang allerdings leider vergeblich. Alle Vorschläge, um eine für alle Seiten akzeptable Lösung des Problems zu erreichen, stießen bei der Stadt Hamburg nur auf taube Ohren. Während der insgesamt 3-jährigen Verhandlungszeit verfiel das Gebäude weiter.

 

In der Zwischenzeit suchten der Förderkreis „Historisches Blankenese“ e.V und die Kirchengemeinde Blankenese nach anderen Möglichkeiten, um eine Instandsetzung des traditionsreichen Fachwerkhauses doch noch zu ermöglichen. Sie fanden eine private Stiftung, die sich dazu bereit erklärte, 1 Million Euro in die Sanierung des Gebäudes zu investieren – unter der Voraussetzung, dass die Immobilie und das dazugehörige Grundstück, dessen Wert sich auf insgesamt 2 Millionen Euro beläuft, der Stiftung übertragen werden. Nach 2 Jahren scheiterten allerdings auch die Verhandlungen mit der Stadt Hamburg über diese alternative Lösung, weil diese nicht bereit war, die Immobilie und das Grundstück der privaten Stiftung zu vermachen.

 

Dann kam aber eine unerwartete Kehrtwende: die Stadt Hamburg lenkte doch noch ein und sagte zu, das historische Bauwerk aufwendig sanieren zu wollen. Die umfangreichen Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen sollen vom städtischen Immobilienunternehmen Sprinkenhof AG durchgeführt werden. Der Zeitplan, der Umfang und die Kosten der Bauarbeiten stehen noch nicht fest und sollen durch ein bauliches Gutachten geklärt werden. Allerdings wird mit einem Sanierungszeitraum von bis zu 2 Jahren gerechnet.

 

Ab Sonntag, den 21. Mai 2017 ist das Blankeneser Fischerhaus aufgrund von umfangreichen Instandsetzungsmaßnahmen für Besucher und für die Öffentlichkeit voraussichtlich für 2 Jahre geschlossen. Das Heimatmuseum und die Seniorenbegegnungsstätte werden in diesen Zeitraum ausgelagert.

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