Hamburg St. Georg

Tummelplatz für Aussteiger, Exoten, Paradiesvögel, Künstler und Freaks, Hochburg der Gay-Szene, Flanier- und Shoppingmeile für Yuppies und Hipster, schicke Gründerzeitfassaden, Gastronomiemeile und Kneipenvielfalt, Spekulationsobjekt für Investoren und Vermieter, kleiner Bruder von St. Pauli, Drogenkriminalität und Prostitution in den Hinterhöfen, bunt, multikulturell, quirlig, tolerant – St. Georg ist alles auf einmal und war schon immer etwas „anders“ als alle anderen Quartiere in Hamburg. Der Stadtteil hat viele Gesichter und bringt alle Widersprüche, Gegensätze und Urbanisierungstrends erfolgreich unter einen Hut. Hier leben die unterschiedlichsten Kulturen, Religionen, politischen Überzeugungen, Lebensstile und sexuellen Orientierungen in guter Nachbarschaft friedlich zusammen. St. Georg ist neben der Schanze und St. Pauli das wohl schrillste Quartier in der Hansestadt. Es erstreckt sich über eine Fläche von insgesamt 1,8 Quadratkilometern und hat eine Einwohnerzahl von 10.814. Heute kann es stolz auf eine jahrhundertealte, wechselvolle Vergangenheit zurückblicken. Sein heutiges äußeres Erscheinungsbild und seine extravagante Lebensrealität liegen in der gesellschaftlichen Außenseiterrolle begründet, die der Stadtteil in der Geschichte der Elbmetropole schon immer gespielt hat. Bereits seit dem Mittelalter lag St. Georg außerhalb der Stadtmauern von Hamburg, wo es über Jahrhunderte hinweg als sozialer Underdog ein Schattendasein führte. Aufgrund seiner isolierten Lage übernahm es schon früh die undankbare Aufgabe als „Abstellkammer“ der Hansestadt. Aus den Augen, aus dem Sinn: hier wurden alle gesellschaftlich niedrigeren Bevölkerungs- und Berufsgruppen angesiedelt und alle sozial weniger angesehenen Arbeiten verrichtet, die das Stadtbild störten und die man aufgrund von sozialer Stigmatisierung und von Brand-, Explosions- und Ansteckungsgefahr nicht innerhalb der Stadtmauern haben wollte. Namensgeber des Quartiers war das Hospital St. Georg, ein Asyl für Lepra- und Pestkranke, das im Jahre 1200 gegründet und nach dem Heiligen Georg benannt wurde. Dieses wurde im Jahre 1606 in ein Armen- und Frauenhaus umgewandelt. Im Jahre 1564 wurde hier ein Pest- und Armenfriedhof angelegt. Störende Gewerbe und problematische Einrichtungen wie Vieh-, Gänse- und Schweinezucht, Gerbereien, Brantweinbrennereien und Abdeckereien wurden ebenfalls hierhin verbannt. Im Jahre 1616 wurde hier eine Pulvermühle für die Schwarzpulverherstellung errichtet. Daran erinnern heute noch so exotische Straßennamen wie Pulvermühle, Kleine Pulvermühle und Pulverteich. Das Areal des heutigen Gassenkummerplatzes wurde bereits seit dem Mittelalter als Mülldeponie genutzt. Seit dem Jahre 1554 stand hier auch der städtische Galgen. St. Georg wurde erst im Jahre 1868 eingemeindet. Dies führte hier zu einem rasanten Bevölkerungsanstieg und zu einer verstärkten Bautätigkeit, wodurch sich das Dorf schnell zu einem eigenständigen Stadtteil mit urbanem Charakter entwickelte. In dieser Zeit wurden in dem an der Außenalster gelegenen Teil des Quartiers viele elegante, imposante Gründerzeitvillen errichtet. Im Zuge des Baus des Hamburger Hauptbahnhofs in den Jahren von 1904 bis 1906 erfolgte hier auch die Ansiedlung von vielen Hotels, Theatern, Museen und Kneipen, die dem Quartier ein mondänes Image verliehen und die hier das Stadtbild bis heute prägen. Dazu gehören u.a. das Atlantic, das Museum für Kunst und Gewerbe und das Deutsche Schauspielhaus. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte hier eine umfangreiche Sanierung des Altbaubestandes. Der Stadtteil hatte jahrzehntelang mit negativen Begleiterscheinungen seiner Urbanisierung wie Prostitution und einer offenen Drogenszene zu kämpfen, die ihm ein Schmuddelimage verschafften. Die Verdrängung dieser negativen Begleiterscheinungen Ende der 1990er Jahre führte hier zu einer wesentlichen Verbesserung der Lebens- und Wohnqualität. Die Schattenseiten dieser Aufwertung sind die Gentrifizierung und die Yuppisierung im Bereich um die Lange Reihe: der Zuzug von einkommensstärkeren Bevölkerungsschichten, die Umwandlung von öffentlichem Wohnraum in Eigentumswohnungen und der Mietenanstieg seit der Jahrtausendwende führen hier zu einer Verdrängung von vielen alteingesessenen Mietern, Geschäften sowie Handwerks- und Gewerbebetriebe und bedrohen die multikulturelle Vielfalt und die gemischte Sozialstruktur des Quartiers. Heute präsentiert sich St. Georg Besuchern vor allem mit 2 Facetten, die wohl unterschiedlicher nicht sein könnten und die die Widersprüche und Gegensätze des Stadtteils sehr gut veranschaulichen: der gehobenen, gutbürgerlichen Flanier-, Gastronomie- und Shoppingmeile Lange Reihe mit ihren eleganten, stilvollen Gründerzeitfassaden und dem heruntergekommene, verwahrlosten Steindamm.

Bilder, Fotos Lange Reihe St. Georg Hamburg

Die Lange Reihe in St. Georg in Hamburg von der Kreuzung Lange Reihe und Schmilinskystrasse aus gesehen.

 

 

Die Einkaufsmeile ist die Hauptstrasse des Stadtteils.

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Lange Reihe St. Georg Hamburg Hotel, Pension

Egal, ob Kurzurlaub, Klassenfahrt oder Geschäftsreise – die Hotels in der Langen Reihe in St. Georg in Hamburg gehören zu den besten Unterkunftsmöglichkeiten für jede Art von Aufenthalt in der Hansestadt.

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Lange Reihe St. Georg Hamburg Clubs, Bars

Seit Ende der 1990er Jahre hat sich St. Georg zu einem der beliebtesten Ausgehviertel in Hamburg entwickelt. Heute gehört der Stadtteil neben der Reeperbahn, dem Schanzenviertel und Altona zu den angesagtesten Party-Hotspots in der Hansestadt.

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Lange Reihe St. Georg Hamburg Restaurants, Cafes Öffnungszeiten

Die meisten Cafes und Restaurants in der in der Langen Reihe in St. Georg in Hamburg und in den angrenzenden Seitenstrassen wie der Greifswalder Strasse, der Danziger Strasse, der Kirchenallee, der Schmilinskystrasse, der Ernst Merck Strasse und der Barcastrasse unterliegen einheitlichen Öffnungszeiten.

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Lange Reihe St. Georg Hamburg Läden, Geschäfte Öffnungszeiten

Die meisten Einzelhandelsgeschäfte in der Langen Reihe in St. Georg in Hamburg und in den angrenzenden Seitenstrassen wie der Greifswalder Strasse, der Danziger Strasse, der Kirchenallee, der Schmilinskystrasse, der Ernst Merck Strasse und der Barcastrasse unterliegen einheitlichen Öffnungszeiten.

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