Der Neubau der Sternbrücke in Hamburg befindet sich in seiner Endphase. Das Bauprojekt der Superlative wird im Sommer 2026 fertiggestellt. Es ist eines der größten Infrastrukturprojekte der Deutschen Bahn.

 

Während der Bauarbeiten müssen sich Auto-, Bus- und Fahrradfahrer, Bahnreisende und Fußgänger auf erhebliche Verkehrsbehinderungen in der Hansestadt einstellen. Dazu gehören weitläufige und wochenlange Sperrungen, Staus und Umleitungen. Diese werden alle Verkehrsteilnehmer auf eine Geduldsprobe stellen.

 

Der Einhub der neuen Eisenbahnüberquerung erfolgt in mehreren Schritten. Diese werden von verkehrstechnischen Maßnahmen von unterschiedlichem Umfang und unterschiedlicher Dauer begleitet. Im Folgenden erhalten Sie eine Übersicht über den Zeitplan des Bauprojektes.

Die alte und die neue Sternbrücke in Altona

 

Die Sternbrücke in Hamburg ist ein neuralgischer Verkehrsknotenpunkt im Schienennetz der Hansestadt. Sie ist eine wichtige Verbindung für Regional- und Fernzüge in der Hansestadt und in Norddeutschland. Dazu gehören u.a. die S-Bahn-Linien S2, S5 und S7, die Regionalzüge RE6, RE7, RE70, RB60, RB61, RB71 sowie ICEs und Güterzüge. Mit bis zu 1000 Zügen am Tag muss sie heute eine sehr hohe Verkehrsbelastung aufnehmen.

 

 

Die Eisenbahnüberführung ist nach 100 jahren Betriebszeit baufällig geworden. Sie muss aufgrund von Materialermüdung vollständig ausgetauscht werden, um das steigende Verkehrsaufkommen im Regional- und Fernzugverkehr in Hamburg auch in Zukunft erfolgreich bewältigen zu können. Nur so kann auch weiterhin ein sicherer und leistungsfähiger Schienenverkehr in Hamburg gewährleistet werden.

 

Das historische Baudenkmal überspannt die Kreuzung Max-Brauer-Allee und Stresemannstraße in Altona-Altstadt und Sternschanze. Die Kreuzung ist auch ein neuralgischer Verkehrsknotenpunkt im Straßennetz von Hamburg. Sie ist ein wichtiger Durchgangspunkt für den LKW-Fernverkehr und für die Buslinien 3, X3 und 15 und wird täglich von bis zu 48.000 Fahrzeugen passiert.

 

Die erste Sternbrücke wurde bereits im Jahre 1893 im Zuge der Trassierung der Hamburg-Altonaer Stadt- und Vorortbahn (die heutige Hamburger Verbindungsbahn) errichtet. Ihr heutiges Aussehen geht auf einen Neubau in den Jahren von 1925 bis 1926 zurück.

 

Sie hat eine Länge von 75 Metern, eine Breite von 17 Metern, ein Gewicht von insgesamt 888 Tonnen und eine Durchfahrtshöhe von 4 Metern. Die Eisenbahnüberquerung trägt je 2 Gleise für die S-Bahn und für Regional- und Fernzüge.

 

Die Planungen der Deutschen Bahn für einen Austausch der Eisenbahnbrücke laufen bereits seit dem Jahre 2005. Die Vorarbeiten begannen schon im Jahre 2023.

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Die neue Sternenbrücke ist eine Stabbogenbrücke. Sie hat eine Länge von 108 Metern und eine Höhe von 21 Metern. Die Baukosten belaufen sich auf insgesamt 125 Millionen Euro. Diese werden von der Stadt Hamburg und vom Bund getragen.

 

Das Design geht auf einen Entwurf des belgischen Ingenieur- und Architekturbüros Ney & Partners zurück.

Sperrung der Max-Brauer-Allee zwischen Schulterblatt und Stresemannstraße

 

In einem ersten Schritt wird die Max-Brauer-Allee zwischen dem Schulterblatt und der Stresemannstraße vom 26. Juni bis zum 16. Juli für den Auto- und Busverkehr komplett gesperrt. Die Sternbrücke bleibt in diesem Zeitraum für der Bahnverkehr auch weiterhin geöffnet.

 

 

Dieser Schritt dient der Herstellung des Transportweges der neuen Sternbrücke von ihrer Montagefläche an der Kreuzung Schulterblatt und Max-Brauer-Allee zu ihrem Standort an der Kreuzung Max-Brauer-Allee und Stresemannstraße.

Sperrung der Kreuzung Max-Brauer-Allee und Stresemannstraße

 

In einem zweiten Schritt wird die Kreuzung Max-Brauer-Allee und Stresemannstraße vom 17. Juli bis zum 2. September für den Auto- und Busverkehr vollständig gesperrt.

 

Im Zeitraum vom 17. Juli bis zum 14. August sollen der Rückbau der alten Eisenbahnquerung sowie der Transport, der Einhub und die Inbetriebnahme der neuen Sternbrücke erfolgen.

 

 

Der Transport und der Einhub der neuen Eisenbahnbrücke ist am Wochenende vom 30. Juli bis zum 2. August geplant. Ihre Inbetriebnahme soll am Wochenende vom 14. August bis zum 15. August erfolgen.

 

Die Eisenbahnüberführung ist vom 17. Juli bis zum 15. August für den Bahnverkehr vollständig gesperrt.

 

Im Zeitraum vom 15. August bis zum 31. August soll die Wiederherstellung der Max-Brauer-Allee erfolgen.

 

Im Zeitraum vom 3. September bis Anfang Novemer ist der Umbau der Nebenflächen im Kreuzungsbereich geplant. Währenddessen kann es hier noch zu einigen Verkehrseinschränkungen kommen.

 

Ab dem 31. August kann die Kreuzujg Max-Brauer-Allee und Stresemannstraße wieder für den Auto- und Busverkehr freigegeben werden. Allerdings stehen hier bis Anfang November je Fahrtrichtung nur eine Fahrspur zur Verfügung.

 

Die Freigabe der Max-Brauer-Allee für den Auto- und Busverkehr ist für den 2. September geplant.

Baustelle Sternbrücke und Fußgängerverkehr

 

Die Max-Brauer-Allee zwischen dem Schulterblatt und der Stresemannstraße bleibt vom 26. Juni bis zum 16. Juli für den Fußgängerverkehr auch weiterhin geöffnet.

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Der Abschnitt bleibt im Zeitraum vom 17. Juli bis zum 31. August für Fußgänger ebenfalls zugänglich.

 

 

Vom 30. Juli bis zum 2. August wird der Abschnitt für den Fußgängerverkehr komplett gesperrt.

 

In diesem Zeitraum sind die Wohnungen und Geschäfte entlang dieses Abschnitts für Fußgänger über die Max-Brauer-Allee nicht erreichbar.
Nach diesem Wochenende werden die Gehwege an der Max-Brauer-Allee wieder freigegeben.

 

Dann sind die Wohnungen und Geschäfte entlang dieses Abschnitts für Fußgänger über die Max-Brauer-Allee wieder zugänglich.

 

Sofern erforderlich, wird der Fußgängerverkehr im Umfeld der Baustelle vom 26. Juni bis zum 2. September kleinräumig umgeleitet.

 

Dazu gehören u.a. Querungsmöglichkeiten für Fußgänger über die Max-Brauer-Allee auf Höhe der Lippmannstraße und der Langenfelder Straße sowie über die Stresemannstraße auf Höhe der Sommerhuder Straße und der Eifflerstraße.

Bauarbeiten Sternbrücke und Fahrradverkehr

 

Vom 26. Juni bis zum 2. September werden entlang der Stresemannstraße sowie entlang der Max-Brauer-Allee mehrere Umleitungen für den Fahrradverkehr eingerichtet.

 

 

Entlang der Max-Brauer-Allee können die Oelkersallee und die Eifflerstraße von Fahrradfahrern als Ausweichrouten genutzt werden. Entlang der Stresemannstraße stehen die Holstenstraße und die Thadenstraße als Umleitungen für Fahrradfahrer zur Verfügung.

Baustelle Sternbrücke und Busverkehr

 

Die Buslinie 15 fährt u.a. über die Max-Brauer-Allee. Vom 26. Juni bis zum 2. September wird die Buslinie 15 über den Straßenzug Holstenstraße > Alsenstraße > Alsenplatz > Doormannsweg > Eimsbütteler Chaussee > Schulterblatt (und in die Gegenrichtung) umgeleitet.

 

Während der Bauarbeiten wird die Haltestelle Sternbrücke von der Buslinie 15 in beide Richtungen vorübergehend nicht mehr angefahren. Alternativ können Fahrgäste in diesem Zeitraum die Haltestellen Max-Brauer-Allee (Mitte) und Schulterblatt nutzen.

 

 

Die Buslinien 3 und X3 fahren u.a. über die Stresemannstraße. Vom 17.7. – 2.9. werden auch die Buslinien 3 uns X3 über den Straßenzug Holstenstraße > Alsenstraße > Alsenplatz > Doormannsweg > Eimsbütteler Chaussee > Schulterblatt (und in die Gegenrichtung) umgeleitet.

 

Während der Bauarbeiten werden die Haltestellen Neuer Pferdemarkt, Bernstorrfstraße und Sternbrücke von den Buslinien 3 und X3 in beide Richtungen vorübergehend nicht mehr angefahren. Alternativ werden für Fahrgäste in diesem Zeitraum die Haltestellen Eimsbütteler Chaussee und Schulterblatt eingerichtet.

 

Vom 26. Juni bis zum 2. September will die Stadt Hamburg im Schulterblatt und in der Eimsbütteler Chaussee Schranken einrichten. Diese können nur von den Buslinien 15, 3 und X3 passiert werden.

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Mit dieser Lösung soll verhindert werden, dass der Ausweichverkehr während der Bauarbeiten Schleichwege durch die Sternschanze nutzt und dass es dadurch in dem Viertel zu einem Verkehrschaos kommt. Weitere Maßnahmen umfassen die Einrichtung von Einbahnstraßen im Schanzenviertel.

Bauarbeiten Sternbrücke und Autoverkehr

 

Vom 26. Juni bis zum 2. September werden von der Stadt Hamburg für Autofahrer 3 weiträumige Umleitungen für die Umgehung der Baustelle eingerichtet.

 

Diese Ausweichrouten umfassen die Straßenzüge Elbchaussee > Palmaille > St.Pauli Hafenstr, Reeperbahn/Simon-von-Utrecht-Str. > Holstenstraße und Fruchtallee > Schäferskamp > Schröderstiftstraße > Edmund-Siemers-Allee.

 

Außerdem wird in diesem Zeitraum auch die Dauerbaustelle in der Elbchaussee zwischen dem Hohenzollernring und derm Klopstockplatz vorübergehend aufgehoben.

Baustelle Sternbrücke und S-Bahn-Verkehr

 

Die Eisenbahnüberführung als Teil der Hamburger Verbindungsbahn ist vom 17. Juli bis zum 15. August für den Bahnverkehr vollständig gesperrt.

 

Die Sperrung betrifft alle Regional-, Fern- und Güterzüge sowie S-Bahnen, die über diese Eisenbahnüberquerung fahren.

 

 

In diesem Zeitraum verkehren die S-Bahn-Linien S2 und S5 nicht zwischen den Stationen Sternschanze und Altona. Zwischen beiden Haltestellen wird ein Busersatzverkehr eingerichtet. Dieser fährt aufgrund der Sperrung der Max-Brauer-Allee sowie der Kreuzung Max-Brauer-Allee und Stresemannstraße über die Eimsbüttler Chaussee und die Alsenstraße.

 

Die S-Bahn Linie S5 verkehrt während der Bauerbeiten auch weiterhin zwischen ihren Endhaltestellen Elbgaustraße und Stade, wird aber in diesem Zeitraum vorübergehend über den Citytunnel an der Haltestelle Jungfernstieg umgeleitet. Die S2 verkehrt während der Bauarbeiten vorübergehend nur zwischen den Haltestellen Bergedorf und Sternschanze.

 

Außerdem fallen in diesem Zeitraum viele Regional- und Fernzüge aus oder fahren von anderen Bahnhöfen.

 

So fahren während der Bauarbeiten u.a. an den Bahnhöfen Dammtor und Altona keine Fernverkehrszüge. Am Hamburger Hauptbahnhof entfallen in diesem Zeitraum mehrere Fernverkehrszüge wie z.B. nach Berlin oder Süddeutschland.

 

Außerdem können während der Bauarbeiten einige Fernverkehrszüge den Hamburger Hauptbahnhof nicht direkt anfahren, sondern müssen über andere Bahnhöfe wie z.B. Pinneberg, Bergedorf oder Harburg verkehren. So muss u.a. der ICE aus Rostock in Bergedorf anstatt am Hamburger Hauptbahnhof halten.

 

Darüber hinaus fahren Regionalzüge zwischen Hamburg und Kiel sowie Hamburg und Westerland in diesem Zeitraum überwiegend vom Bahnhof Pinneberg aus.

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