Das Planetarium im Hamburg Stadtpark von der Hindenburgstrasse aus gesehen.

 

 

Die Sternwarte ist eines der bekanntesten Wahrzeichen und eines der schönsten Postkartenmotive der Hansestadt.

 

Umgeben von hohen Bäumen, steht sie in der Hindenburgstrasse 1) b) am nordwestlichen Ende der 1400 Meter langen Hauptsichtachse im Stadtpark in Hamburg.

 

Das Observatorium beherrscht mit seiner hoch aufragenden, mächtigen Aussenfassade aus rotem Klinker das Stadtbild von Winterhude wie kein anderes Gebäude in der näheren Umgebung.

 

Seine weithin sichtbare Kuppel ist ein markanter Orientierungspunkt im Waldgürtel der weitläufigen Grünanlage.

 

Mit 350.000 Besuchern pro Jahr gehört das Hamburg Planetarium zu den beliebtesten und meistbesuchten Ausflugszielen in der Elbmetropole

 

Nachts wird das Gebäude von aussen beleuchtet, wodurch es optisch gekonnt in Szene gesetzt wird.

 

Dann tauchen Scheinwerfer das historische Bauwerk in ein stimmungsvolles, mystisches Licht und verwandeln es in ein eindrucksvolles, magisches Licht- und Farbenspiel.

 

Vor allem in den Sommermonaten sorgt die nächtliche Illumination für eine romantische Atmosphäre.

 

Dieses Schauspiel ist ein absoluter Blickfang und eines der schönsten Fotomotive der Hansestadt.

 

Das Hamburg Planetarium ist in dem ehemaligen Wasserturm Winterhude untergebracht. Dieser wurde in den Jahren von 1912 bis 1915 nach den Plänen des deutschen Architekten Oskar Menzel (1873 – 1958) und unter der Aufsicht des deutschen Architekten und Oberbaudirektors Fritz Schumacher (1869 – 1947) vollständig aus Ziegeln errichtet.

 

 

Das Industriedenkmal gilt als eines der schönsten Beispiele des norddeutschen Backstein-Expressionismus, der im frühen 20. Jahrhundert ein weit verbreiteter, avantgardistischer Architekturstil in der Elbmetropole war.

 

Der Wasserspeicher hatte einen Durchmesser von 23 Metern und eine Kapazität von 3000 Kubikmetern. Damit hatte dieser Wasserturm nach dem Schanzenturm das zweitgrößte Fassungsvermögen aller Wassertürme in Hamburg.

 

Das historische Bauwerk diente in den Jahren von 1916 bis 1924 als Wasserturm und als Aussichtsturm. Im Jahre 1926 beschloss der Hamburger Senat, in dem leerstehenden Gebäude ein Planetarium einzurichten.

 

In den Jahren von 1929 bis 1930 wurde das Baudenkmal unter der Leitung des deutschen Architekten Hans Loop aufwendig umgebaut.

 

Am 30. April 1930 eröffnete in diesen Räumlichkeiten das Planetarium Hamburg.

 

In den darauffolgenden Jahren wurde das Gebäude auch weiterhin als Wasserturm und Aussichtsturm genutzt.

 

Im Jahre 1939 wurde das Industriedenkmal zu eine Flak-Beobachtungsstation umfunktioniert.

 

Im Jahre 1944 wurden die Hauptrohre der Wasserleitung während eines alliierten Luftangriffes zerstört. Aufgrund der hohen Reparaturkosten verzichteten die Hamburger Wasserwerke (HWW) auf eine Instandsetzung der Hauptwasserleitung. Seitdem wird das historische Bauwerk nur noch als Aussichtsturm und Observatorium betrieben.

 

Seit ihrer Eröffnung im Jahre 1930 wurde die Sternwarte mehrmals ausgebaut und mit moderneren Bild-, Video-, Film- und Laser-Projektionsanlagen und besserer Tontechnik ausgestattet. Die letzten Umbauarbeiten wurden in den Jahren 2003, 2004 und 2009 durchgeführt.

 

Das Gebäude hat eine Höhe von 64,5 Metern. Auf einer Aussichtsplattform in 42 Metern Höhe können Besucher einen atemberaubenden Panoramablick auf den Hamburg Stadtpark und die umliegende Gegend geniessen.

 

 

Das Observatorium erstreckt sich über insgesamt 2 Etagen. Im oberen Stockwerk ist das eigentliche Planetarium untergebracht. In der unteren Etage befinden sich der Kassenbereich, ein Cafe, eine Wandelhalle, Ausstellungs- und Konferenzräume und Büros. Hier kann eine Dauerausstellung über die Geschichte der Sternwarte besichtigt werden.

 

Das Herzstück des Baudenkmals ist der Kuppelsaal im oberen Stockwerk. Dieser hat einen Durchmesser von 21,5 Metern und 253 Liegesessel.

 

Der Sternensaal wird das ganze Jahr über als Ort für eine Vielzahl von Unterhaltungs- und Informationsveranstaltungen zu den Themen Astronomie, Astrologie, Luftfahrt, Raumfahrt, Natur und Geologie genutzt.

 

Dazu gehören u.a. wissenschaftliche Fachvorträge, Konferenzen und Tagungen, Live-Konzerte aus den Bereichen Klassik, Pop, Rock, Jazz und Chill Out, Theateraufführungen, 3D-Filmvorführungen, Lesungen und Hörspiele.

 

Mit diesem umfangreichen Informations- und Unterhaltungsprogramm will das Hamburg Planetarium eine Brücke zwischen Wissenschaft und Kunst bauen und komplexe, abstrakte Themen aus Wissenschaft und Forschung für eine breitere Öffentlichkeit interessant und begreifbar machen.

 

Die älteste Vorstellung des Observatoriums ist die klassische Sternenprojektion. Dabei können über 9500 Sterne simuliert werden. 12 Figuren des Tierkreises sind separat schaltbar, 51 Figuren des Tierkreises sind in Gruppen schaltbar.

 

Zu den Hauptattraktionen des Planetariums in Hamburg gehören die spektakulären Bild-, Video-, Film- und Laser-Shows, die im Kuppelsaal in 3D-Qualität und mit musikalischer Untermalung wie z.B. mit Songs aus dem 1973 veröffentlichten Album „Dark Side of the Moon“ der britischen Rockband Pink Floyd präsentiert werden.

 

Während dieser Shows verwandelt ein wahres Multimedia-Orchester aus mehreren Video-, Bild- und Film-Projektoren und Laser-Beamern und einer Soundanlage die Decke des Sternensaals in eine 360 Grad-Rundum-3D-Kinoleinwand und sorgt für ein psychedelisches, audiovisuelles Erlebnis der Extraklasse.

 

Der Kuppelsaal ist mit modernsten, leistungsstarken Bild-, Video-, Film- und Laser-Projektionsanlagen und neuester Tontechnik ausgestattet. Diese Multimediaanlage erlaubt täuschend echte visuelle und akustische Effekte und garantiert höchste Film- und Tonqualität.

 

Dazu gehören u.a. ein Planetariumsprojektor vom Typ Zeiss Universarium IX, ein digitales Ganzkuppelprojektionssystem mit zwei Videoprojektoren, ein mehrsprachiges Dolby Surround-Soundsystem, 16 bewegliche Effektscheinwerfer, ein Beleuchtungssystem mit über 15.300 LEDs und neun Laser-Beamer, von denen zwei frei beweglich sind.

 

Mit dieser weltweit einzigartigen Multimediaanlage ist das Hamburg Planetarium das wahrscheinlich modernste Sternentheater weltweit.

 

Im Jahre 1981 wurde die Sternwarte unter Denkmalschutz gestellt.

 

Update vom 15.06.2017

 

In der Zeit von Montag, den 3. August 2015 bis Dienstag, den 14. Februar 2017 wurden an dem Planetarium umfangreiche Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt. In diesem Zeitraum war die Sternwarte für Besucher geschlossen.

 

Nach eineinhalbjähriger Bauzeit wurde das Observatorium am Dienstag, den 14. Februar 2017 mit einem Festakt wieder eröffnet. Unter den geladenen Gästen befand sich u.a. Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD). Am Mittwoch, den 15. Februar 2017 und am Donnerstag, den 16. Februar 2017 wurde hier ein Tag der offenen Tür veranstaltet. Am Freitag, den 16. Februar 2017 wurde hier der reguläre Spielbetrieb wieder aufgenommen. Seitdem präsentiert sich das historische Bauwerk der Öffentlichkeit mit neuen Räumlichkeiten, mit modernster Technik, mit noch mehr Kundenservice und mit einem erweiterten Unterhaltungsprogramm.

 

Im Mittelpunkt der Bauarbeiten standen die Entkernung und der Ausbau des Sockels, auf dem das Observatorium steht, wodurch seine Nutzfläche um 1200 zusätzliche Quadratmeter erweitert wurde. Danach wurden hier ein Restaurant mit Außenbereich und neue Mitarbeiter-, Veranstaltungs- und Schulungsräume eingerichtet. Das hier ebenfalls untergebrachte Foyer wurde zweistöckig ausgebaut und sein Umfang dadurch um das Siebenfache vergrößert.

 

Außerdem wurde der Eingangsbereich aus dem 1. Stockwerk in das Erdgeschoss verlegt, so dass der Zugang zur Sternwarte künftig ebenerdig und barrierefrei erfolgen kann. Darüber hinaus wurden im Erdgeschoss zwei neue Fahrstühle eingebaut, die Besuchern in Zukunft einen schnellen und barrierefreien Zugang zum Sternensaal und zur Aussichtsplattform erlauben. Durch den Ausbau des 1. Stockwerks wurde die Nutzfläche der Sternwarte um weitere 400 Quadratmeter vergrößert.

 

Außerdem wurde das Planetarium auch noch mit neuester Projektionstechnik ausgestattet. Die Erneuerung der Projektoren, der Laseranlage, der LED-Beleuchtung, der Mediensteuerung und des Audiosystems ermöglicht bei den Bild-, Video-, Film- und Laser-Shows und den 3D-Filmvorführungen im Kuppelsaal künftig eine noch bessere Film-, Bild- und Tonqualität und somit ein noch realistischeres Zuschauererlebnis. Mit einer Auflösung von 40 Millionen Pixeln statt wie bislang nur mit 12 Millionen Pixeln erlaubt modernste 8K-Technologie in Zukunft eine viermal höhere und hellere Bildauflösung im Sternensaal als bisher.

 

Darüber hinaus wurde der Spielplan auch noch um 5 neue Shows erweitert.

 

Die Baukosten beliefen sich auf insgesamt 7,5 Millionen Euro und wurden komplett von der Kulturbehörde getragen. Alleine die Modernisierung der Technik kostete 2,5 Millionen Euro.

 

Weiterführende Links:

 

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