Die Ottenser Hauptstrasse in Hamburg vom Paul-Nevermann-Platz am Bahnhof Altona aus gesehen. Im Hintergrund ist das Einkaufszentrum Mercado zu erkennen.

 

 

Die Strasse erstreckt sich vom Paul-Nevermann-Platz in westliche Richtung bis hin zur Kreuzung Bei der Reitbahn und Grossen Brunnenstrasse.

 

Die Ottenser Hauptstrasse ist zwischen dem Bahnhof Altona und dem Spritzenplatz auf einer Länge von insgesamt 109,76 Metern für den Autoverkehr gesperrt und in diesem Abschnitt als Fussgängerzone eingerichtet.

 

Aufgrund ihrer zentralen Lage mitten in Altona und ihrer optimalen Anbindung an das öffentliche Nahverkehrsnetz der Hansestadt ist die Flaniermeile für Besucher aus allen Richtungen der Elbmetropole mit den S-Bahn-Linien S 31, S3, S2, S11 und S1 über die S-Bahn-Station Altona schnell und einfach zu erreichen.

 

Ausserdem kann man die Einkaufsstrasse aus allen Teilen der Hansestadt mit den Buslinien 112, 150, 15, 183, 1, 20, 250, 25, 283, 288, 2, 37, 383, 601, 600, 609, 688, 621 über die Busstation Bahnhof Altona innerhalb kürzester Zeit erreichen.

 

Die Ottenser Hauptstrasse in Hamburg gehört neben dem Jungfernstieg, dem Neuen Wall, den Grossen Bleichen, der Mönckebergstrasse und der Spitalerstrasse zu den bekanntesten und meistfrequentierten Shopping-, Flanier- und Gastro-Meilen in der Elbmetropole.

 

Die Anfänge von Ottensen reichen bis in das frühe 9. Jahrhundert zurück. Der Stadtteil wurde erstmals im Jahre 1310 unter dem Namen Ottenhusen urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit befand es sich in der Grafschaft Holstein-Pinneberg, die Graf Adolf VI. von Schauenburg und Holstein-Pinneberg (1256 – 1315) gehörte. Damals war es noch ein Bauern- und Handwerkerdorf. Der Überlieferung nach leitet sich der Name Ottenhusen vom deutschen Ritter Otto von Bahren ab, der im 13. Jahrhundert in diesem Gebiet einen Hof und Ländereien besaß.

 

Im Jahre 1640 fiel Ottensen an das Herzogtum Holstein und damit an die dänische Krone. Im Jahre 1866 wurde es Teil der preußischen Provinz Schleswig-Holstein. Im späten 19. Jahrhundert entwickelte es sich zu einem bedeutenden Industriestandort in Norddeutschland und zu einem Fabrik- und Arbeiterviertel.

 

Die vorherrschende Industrie war die Metallindustrie, die wichtigsten Firmen waren die Kran- und Baggerfabrik Menck & Hambrock, die Ottensener Eisenwerke und die Schiffsschraubenfabrik Zeise. Der Bau von Fabriken, der Zuzug von Arbeitskräften und die Ansiedlung von kleineren Zuliefer- und Handwerksbetrieben führten schnell zu einer Bevölkerungsexplosion und zu einer Verknappung und Verdichtung von Wohnraum.

 

 

Während des Zweiten Weltkrieges blieb das Viertel von alliierten Luftangriffen größtenteils verschont.

 

Bis in die 1970er Jahre blieb es Industriestandort. In diesem Jahrzehnt führten in dem Quartier Missmanagement und Wirtschaftskrisen zum Bankrott und Wegzug von vielen großen Firmen und Betrieben. Das Stadtbild war hier zu dieser Zeit von leerstehenden Fabrikhallen, verfallenden Altbauten und brachliegenden Freiflächen geprägt. Die Folge dieses Entwicklung waren die Verarmung und die Abwanderung vieler alteingesessene Bewohner und der verstärkte Zuzug von neuen Mietern aus finanziell schlechteren Verhältnissen wie Arbeitsemigranten und Studenten.

 

In den 1970er Jahren sorgten hier umfangreiche Sanierungspläne für Aufregung. Diese sahen vor, den Stadtteil größtenteils abzureissen und hier eine City West nach dem Vorbild der City Nord mit Büro-, Verwaltungs- und Dienstleistungsgebäuden und mit einem Autobahnzubringer zur A7 zu errichten. Dieses Pläne scheiterten jedoch am heftigen Widerstand von Bürgerinitiativen und anderen politisch und sozial engagierten Gruppen.

 

In den 1980er Jahren setzte in Ottensen eine Trendwende ein. Seitdem hat sich der Stadtteil zu einer der beliebtesten Wohngegenden und zu einem der trendigsten Ausgeh- und Shoppingviertel in Hamburg entwickelt. Millionenschwere Investitionen in die Sanierung von Häusern und Wohnungen und die Ansiedlung von vielen neuen Geschäften führten zu einer erheblichen Aufwertung des Quartiers. Dies wiederum lockte viele Mittelständler und Akademiker als neue Mieter an.

 

Trotzdem konnte das Viertel seine alte Stadtteilstruktur, seine soziale und kulturelle Vielfalt, seinen gemütlichen, dörflichen Charme und sein internationales, multikulturelles Flair bis heute weitgehend erhalten.

 

Das heutige Erscheinungsbild der Ottensener Hauptstrasse zwischen dem Paul-Nevermann-Platz und dem Spritzenplatz wird entscheidend durch das Einkaufszentrum Mercado geprägt, das in diesem Bereich einen großen Teil der rechten Strassenseite einnimt.

 

Das Shopping Center Mercado wurde am 5. Oktober 1995 eröffnet. Seine Baukosten beliefen sich seinerzeit auf 90 Millionen Euro. Es wurde in den Jahren von 1992 bis 1994 nach den Entwürfen der deutschen Architekten Florian Boge und Gerd Johannsen errichtet. Die beiden Architekten hatten sich bereits mit dem Bau der Marktgalerie in Bramfeld in den Jahren von 2009 bis 2011 und mit dem Bau des Tibarg Centers in Niendorf im Jahre 2001 einen Namen gemacht.

 

Der Konsumtempel lädt auf zwei Etagen zu ausgedehnten Shoppingtouren und zum Schlemmen nach Herzenslust ein. Kunden finden hier auf einer Fläche von insgesamt 33.500 Quadratmetern die unterschiedlichsten Einkaufs- und Gastronomiemöglichkeiten. Egal, ob Shopping-Fans, Gourmets oder Fashion Victims – hier kommt jeder auf seine Kosten.

 

 

Herzstück des Einkaufscenters ist ein großer Markt im Erdgeschoß, der einem Wochenmarkt nachempfunden ist. Hier sind auf einer Fläche von insgesamt 900 Quadratmetern 30 fest installierte Marktstände vertreten, die mit einer reichhaltigen, internationalen Küche für kulinarische Vielfalt sorgen.

 

Rund um den Markt sind außerdem auf einer Einzelhandelsfläche von insgesamt 23.000 Quadratmetern 60 Geschäfte, Boutiquen und Läden aus den Bereichen Mode und Fashion, Uhren und Schmuck, Elektrotechnik und Mobilfunk, Lebensmittel und Ernährung, Tabak und Zeitschriften und Bücher und Schreibwaren und mehrere Cafes und Restaurants angesiedelt.

 

Im Mercado Einkaufszentrum sind zudem 75 Wohnungen, zahlreiche Büros, eine öffentliche Bücherhalle sowie eine Kinder- und eine Altentagesstätte untergebracht.

 

Heutzutage wird die Skyline der Ottensener Hauptstrasse in Hamburg vor allem von Einzelhandelsgeschäften, Restaurants, Cafes, Bars und Kneipen beherrscht.

 

Zahlreiche Fashion Stores und Mode-Boutiquen laden hier zu ausgedehnten Shoppingtouren ein.

 

Danach kann man sich in einem der vielen Cafes und Restaurants bei Kaffee und Kuchen oder einer kleinen warmen Zwischenmahlzeit ausruhen und das bunte Treiben auf der Flaniermeile entspannt verfolgen.

 

In den Sommermonaten kann man hier eine erstklassige Aussengastronomie geniessen. Dann sorgen hier auch zahlreiche Kleinkünstler wie Strassenmusiker und Schauspieler für Unterhaltung.

 

Die Fußgängerzone ist die Lebensader des Quartiers. Die gemütliche, quirlige Atmosphäre und das weltoffene, multikulturelles Flair des Viertels stehen hier einmal im Jahr anlässlich der Altonale im Vordergrund.

 

Während des internationalen Kunst- und Kulturfestival verwandeln sich die Ottenser Hauptstrasse und die angrenzenden Seitenstrassen für mehrere Tage in eine einzige, lange Party- und Gastromeile, auf der bis spät in die Nacht ausgiebig geschlemmt, getanzt und gefeiert wird.

 

Update vom 24.07.2017

 

Fahrradfahrer müssen sich in den Fußgängerzonen rund um den Altonaer Bahnhof an eine neue Verkehrsregelung gewöhnen, die die Gemüter erhitzt und für viel Gesprächsstoff sorgt: schon im Februar 2015 hat das Polizeikommissariat 21 in Absprache mit dem Bezirksamt Altona die Ottenser Hauptstraße und die Neue Große Bergstraße für den Fahrradverkehr gesperrt. Ab sofort heißt es hier also: absteigen vom Drahtesel und zu Fuß gehen.

 

Die Polizei begründete diese Anordnung damit, dass der als Fußgängerzone eingerichtete Teil der Ottenser Hauptstraße ausschließlich Fußgängern und dem Wirtschaftsverkehr der Anlieger gewidmet sei und dass hier durch Verkehrszeichen kein Verkehr zugelassen werden dürfe, der über den Widmungsgehalt hinausgehe.

 

Der Polizei zufolge belege die aktuelle Unfallstatistik für diesen Bereich, dass dieser als ein Unfallschwerpunkt für Fahrradfahrer und Fußgänger gelte. So habe es hier in den Jahren von 2012 bis 2014 5 Unfälle mit Verletzten unter maßgeblicher Beteiligung von Fahrradfahrern gegeben. Dabei seien dreimal Fahrradfahrer mit Fußgängern und zweimal Fahrradfahrer miteinander kollidiert. Nach Angaben des Bezirksamts Altona gibt es viele Beschwerden über Fahrradfahrer, die sich in der gut besuchten und belebten Fußgängerzone mit Außengastronomie gegenüber Passanten rücksichtslos verhalten. In letzter Zeit hätten sich hier die Konflikte zwischen diesen beiden Arten von Verkehrsteilnehmern gehäuft. Mit dieser neuen Anordnung soll die angespannte Verkehrssituation in der Einkaufsstraße entschärft werden, die täglich von 20.000 Passanten frequentiert wird.

 

Die neue Verkehrsregelung sorgt beim Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) und bei Fahrradfahrern allerdings nur für Kopfschütteln und Unverständnis. Das Kuriose an der ganzen Geschichte: im Jahre 1979 hatte das Bezirksamt Altona die Ottenser Hauptstraße zwar ausschließlich für Fußgänger und den Zulieferverkehr freigegeben. Mindestens eben so lange stehen hier aber auch mehrere Ausnahme-Verkehrsschilder mit dem Hinweis „Radfahren erlaubt“, die die Einkaufsstraße auch für den Fahrradverkehr freigeben. Und jahrzehntelang gehörten Fahrradfahrer in der Ottenser Hauptstraße, auf dem Paul-Nevermann-Platz und in der Neuen Großen Bergstraße genauso zum Stadtbild wie Passanten. Und jetzt hat die Politik nach 36 Jahren festgestellt, dass die Ausnahme-Verkehrsschilder hier nicht stehen dürfen und dass das Fahrradfahren in diesem Bereich unzulässig und gefährlich sein. Inzwischen hat die Polizei die Ausnahme-Verkehrsschilder abbauen lassen.

 

Weiterführende Links:

 

Bilder, Fotos Mercado Einkaufszentrum Altona-Ottensen Hamburg

Ottenser Hauptstrasse Hamburg Geschäfte, Läden

Ottenser Hauptstrasse Hamburg Restaurant, Cafe

Ottenser Hauptstrasse Hamburg Einkaufen, Shopping

Ottenser Hauptstrasse Hamburg Clubs, Bars

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