Blick von der Hafenstrasse auf den nördlichen Eingang zum Alten Elbtunnel in Hamburg. Das Gebäude mit dem weithin sichtbaren, charakteristischen grünen Kuppeldach prägt die Skyline der Landungsbrücken wie kaum ein anderes Gebäude in der näheren Umgebung.

 

Wie der Michel, so gehört auch dieses historische Bauwerk zu den bekanntesten Wahrzeichen der Hansestadt.

 

Der St Pauli Elbtunnel wurde nach nur vierjähriger Bauzeit im Jahre 1911 für die Öffentlichkeit freigegeben. Es galt seinerzeit als eine technische Sensation und als eine Meisterleistung moderner Ingenieurkunst und wurde von den Hamburgern begeistert angenommen.

 

Das Bauwerk verfügt über zwei Röhren, die für den Fussgänger- und Autoverkehr geöffnet sind. Diese unterqueren die Elbe auf einer Länge von insgesamt 448,5 Metern und in einer Tiefe von 24 Metern und verbinden das nördliche Elbufer bei den Landungsbrücken mit dem südlichen Elbufer bei Steinwerder.

 

Die Röhren sind für Fussgänger über verschiedene Personenaufzüge und Wendeltreppen erreichbar und für Fahrzeuge über mehrere Lastenaufzüge zugänglich.

 

Der Alte Elbtunnel war lange Zeit die wichtigste und schnellste Elbquerung in der Hansestadt und wurde als Verkehrsweg erst durch den Neuen Elbtunnel abgelöst, der im Jahre 1975 eröffnet wurde.

 

Das historische Bauwerk wurde in seiner 100-jährigen Geschichte mehrmals erheblich umgebaut und aufwendig restauriert und im Jahre 2003 unter Denkmalschutz gestellt.

 

Aber auch heute noch ist es eine stark frequentierte Verkehrsverbindung. Im Jahr 2008 nutzten neben 700.000 Fußgängern und 63.000 Radfahrern auch 300.000 Autofahrer die Unterquerung, um auf die südliche Elbseite zu gelangen.

 

 

Wie auf diesem Bild zu sehen ist, sind die gefliesten Wände der Tunnelröhren durchgehend mit prachtvollen, detailliert ausgearbeiteten Steinreliefs dekoriert. Diese stellen maritime Abbildungen wie Fische, Schiffe, Muscheln, Seesterne, Delphine und Krebse dar.

 

Update vom 23.05.2017

 

Zur Zeit werden die beiden Röhren des Alten Elbtunnels komplett saniert. Diese Baumaßnahmen sind Teil der Instandsetzungsarbeiten an dem historischen Bauwerk, die schon seit dem Jahre 1994 andauern. Die Sanierungsmaßnahmen an der östlichen Röhre begannen bereits im August 2010 und sollten ursprünglich zum 100. Jubiläum des Tunnels im September 2011 abgeschlossen werden. Danach sollte die Restaurierung der westlichen Röhre erfolgen.

 

Allerdings konnte der ursprüngliche Zeit- und Kostenplan nicht eingehalten werden. Unter der Fahrbahndecke der östlichen Tunnelröhre wurden weitere Schäden und technische Probleme entdeckt, die nicht einkalkuliert waren und die ebenfalls behoben werden müssen, was hier zusätzliche Bauarbeiten erforderlich machte. Dieser erhöhte Sanierungsbedarf verzögert die Fertigstellung der östlichen Tunnelröhre erheblich und führte zu einer Kostenexplosion. Das gab die Hamburg Port Authority (HPA) Anfang 2013 bekannt.

 

Aufgrund der verlängerten Bauzeit ist die Fertigstellung der östlichen Röhre jetzt für das Jahr 2017 geplant. Die Restaurierung der westlichen Röhre soll nun in den Jahren von 2017 bis 2019 durchgeführt werden. Einer aktuellen Schätzung der HPA zufolge wird sich alleine die Sanierung der östlichen Röhre um 16,65 Millionen Euro auf ca. 60 Millionen Euro verteuern.

 

Die Kosten für die Instandsetzung der westlichen Tunnelröhre belaufen sich auf insgesamt 47 Millionen Euro. Dieses Bauvorhaben ist durch eine Finanzspritze der Bundesregierung gesichert. Im November 2014 beschloss der Haushaltsausschuss des Bundestages eine Erhöhung des Kulturetats, mit dem u.a. diese Sanierungsmaßnahmen finanziert werden sollen – allerdings unter der Voraussetzung, dass sich die Stadt Hamburg zur Hälfte an deren Kosten beteiligt.

 

Die östliche Tunnelröhre bleibt während der Restaurierung für den Fußgänger-, Fahrrad- und PKW-Verkehr komplett gesperrt. Die westliche Tunnelröhre bleibt in diesem Zeitraum auch weiterhin für den Fahrrad- und Autoverkehr geöffnet. Allerdings wurde hier schon am 5. Oktober 2009 eine Richtungsstraßenregelung eingeführt. In der Zeit von 8:00 Uhr morgens bis 13:00 Uhr mittags ist die Röhre nur für den Verkehr in Richtung Süden freigegeben. In der Zeit von 13:00 Uhr mittags bis 20:00 Uhr abends ist die Röhre nur für den Verkehr in Richtung Norden freigegeben.

 

Im Jahre 1994 ging die HPA noch von Gesamtkosten in Höhe von 15 Millionen Euro bis 17 Millionen Euro für die Restaurierung des Alten Elbtunnels aus. Aufgrund der durch die Instandsetzung der beiden Röhren verursachten Bauverzögerungen und der Kostensteigerungen schätzte sie die Kosten Ende 2015 aber schon auf über 100 Millionen Euro. Überlegungen, die Sanierung der westlichen Röhre aus Kostengründen zurückzustellen oder ganz aufzugeben, wurden allerdings wieder verworfen, da dieses Bauprojekt seit dem Jahre 2014 aus dem Kulturetat des Bundestages mitfinanziert wird.

 

Weiterführende Links:

 

Alter Elbtunnel Hamburg Gebühren
Alter Elbtunnel Hamburg Öffnungszeiten

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