Blick auf das Bismarck Denkmal in Hamburg aus Richtung der Helgoländer Allee. Im Hintergrund ist der Kirchturm von St. Michaelis zu erkennen.

 

Zwischen der Reeperbahn und den St. Pauli Landungsbrücken gelegen, steht das gigantische Monument des Eisernen Kanzlers im Alten Elbpark in der Neustadt.

 

Eingebettet zwischen der Helgoländer Allee, dem Millerntordamm, der Seewartenstrasse, dem Zeughausmarkt und der Neumayerstrasse, erhebt es sich am nordwestlichen Hang des Stintfang Hügel.

 

Die weithin sichtbare, überlebensgrosse Statue von Fürst Otto von Bismarck (1815 – 1898) ist das grösste Monument in der Hansestadt und eines der schönsten und beliebtesten Postkartenmotive der Elbmetropole. Es ist das wohl grösste und bekannteste Standbild seiner Art weltweit.

 

Das Kunstwerk beeindruckt den Betrachter vor allem durch seine überdimensionalen Ausmasse.

 

Die Figur hat eine Höhe von 14,8 Metern. Der Kopf hat eine Höhe von 1,83 Metern und einen Umfang von 5,25 Metern.

 

Das Ehrenmal thront auf einem 19,5 Meter hohen runden Sockel. Der Sockel und die Figur erreichen zusammen eine Höhe von insgesamt 34,4 Metern und ein Gewicht von 625 Tonnen.

 

Das Kunstwerk ist nach dem Vorbild der mittelalterlichen Rolandsbilder gestaltet. Es stellt den ersten deutschen Reichskanzler in Kreuzritterrüstung und Mantel dar, der sich auf ein acht Meter hohes Schwert und einen Schild stützt und nach Westen in Richtung Nordsee blickt.

 

Zu Füssen der Statue symbolisieren mehrere Steinfiguren die zahlreichen germanischen Stämme. Diese versinnbildlichen die vielen verschiedenen deutschen Einzelstaaten, die durch die Reichsgründung im Jahre 1871 im Deutschen Reich vereint wurden.

 

 

Das Bismarck Denkmal in Hamburg ist ein Meisterwerk der archaischen, schwülstigen Ästhetik, die im 19. Jahrhundert und im frühen 20. Jahrhundert in preußisch-nationaler Kunst, Malerei, Architektur und Bildhauerei weit verbreitet war.

 

Es stilisiert den Eisernen Kanzler in zeitgenössischem Stil zu einem germanischen Übervater und Nationalhelden.

 

Nach dem Tode des früheren preussischen Ministerpräsidenten im Jahre 1898 gründete der damalige Hamburger Bürgermeister Johann Georg Mönckeberg (1839–1908) ein Komitee von Hamburger Bürgern, das die Errichtung eines Ehrenmals zum Gedenken an den ersten deutschen Reichskanzler und zur Würdigung seiner Verdienste für die Reichsgründung plante.

 

Diesem Ausschuss gehörten u.a. Museumsdirektoren, Architekten, Kaufleute und Bankiers an.

 

In einem von diesem Komitee im Jahre 1901 ausgeschriebenen Architekturwettbewerb setzten sich der deutsche Bildhauer Hugo Lederer (1871 – 1940) und der deutsche Architekt Johann Emil Schaudt (1871 – 1957) mit ihrem Plänen gegen die Entwürfe ihrer Konkurrenten durch und erhielten den Auftrag zur Ausführung des Monuments.

 

Die Statue wurde in den Jahren von 1903 bis 1906 errichtet und am 2. Juni 1906 feierlich eingeweiht. Für den Bau wurden 100 Granitblöcke aus dem Schwarzwald verwendet.

 

Die Baukosten beliefen sich seinerzeit auf 503.000 Goldmark. Diese Summe wurde von dem Ausschuss aus Spendengeldern finanziert.

 

In den Zeit vom 13. November 1939 bis zum 10. Februar 1941 wurde der Sockel des Ehrenmals zu einem Luftschutzbunker ausgebaut. Er hatte eine Kapazität von bis zu 650 Personen.

 

Die Wände im zentralen, zylinderförmigen Innenraum des Sockels sind mit aufwendigen preußisch-nationalen Malereien und Symbolen wie Sonnenrad, Reichsadler und Schwert dekoriert. Der zeitliche Ursprung dieser Malereien ist bis heute ungeklärt.

 

Die Wände der übrigen Innenräume sind mit berühmten Zitaten und martialischen Sinnsprüchen des Eisernen Kanzlers ausgeschmückt.

 

Das Gewölbe des Sockels sind heutzutage aus Sicherheitsgründen nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich.

 

Update vom 16.06.2017

 

Schon im Jahre 2014 gab das Bezirksamt Hamburg-Mitte bekannt, dass das marode Bismarck Denkmal saniert werden soll. Im Rahmen dieser Instandsetzungsarbeiten soll auch eine Neugestaltung der Umgebung des Standorts im Alten Elbpark durchgeführt werden. Zur Umgestaltung des historischen Parks läuft bereits seit Ende Februar 2017 ein von Anwohnern initiiertes Bürgerbeteiligungsverfahren, das bis Ende Juli 2017 abgeschlossen sein soll.

 

Die Kosten für die Restaurierung belaufen sich auf insgesamt 13 Millionen Euro. An diese Summe beteiligen sich jeweils zur Hälfte die Stadt Hamburg, die 6,5 Millionen Euro bereitstellt, und der Bund, der Fördermittel in Höhe von 6,5 Millionen Euro aus dem Bundeskulturetat bewilligt.

 

Die Stadt Hamburg geht derzeit davon aus, dass im Jahre 2018 mit der Restaurierung und mit der Neugestaltung begonnen wird. Über die Dauer der Umbau- und Sanierungsmaßnahmen liegen noch keine konkreten Angaben vor. Momentan sind 4 Architekturbüros mit der Erarbeitung unterschiedlicher Konzepte für die Umgestaltung des Areals beschäftigt.

 

Das baufällige Ehrenmal wurde über Jahrzehnte hinweg vernachlässigt und ist vom Verfall bedroht. Während des Ausbaus des Sockels zu einem Luftschutzbunker in den Jahren von 1939 bis 1941 wurden zusätzliche Betondecken und -wände eingezogen, die das Gewicht des historischen Bauwerks um 2.200 Tonnen erhöhten.

 

Dieses Übergewicht belastete die Mauern des Sockels und führte hier zur Bildung von Rissen, durch die jahrzehntelang Feuchtigkeit eindrang. Diese wiederum ließ Stahlträger verrosten und das Fundament brüchig werden, was die Statik und die Standsicherheit der Figur gefährdet. Aufgrund der Rissbildung driften die Mauern des Sockels und die zusätzlichen Betonwände und -decken auseinander, wodurch sich die Statue 10 Zentimeter in Richtung Osten geneigt hat und umzustürzen droht.

 

Weiterführende Links:

 

Adresse, Stadtplan Bismarck Denkmal Hamburg

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