Das Alstereisvergnügen 2010 auf der Aussenalster in Hamburg vom Schwanenwik auf Höhe der Sechslingspforte in St. Georg aus gesehen.

 

 

Im Hintergrund sind von links nach rechts die Strasse An der Alster in St. Georg, die Gurlittinsel in der Hohenfelder Bucht sowie der Kirchturm von St. Michaelis und die Kennedybrücke in der Neustadt zu erkennen.

 

Das Volksfest gehört neben dem Winterdom zu den beliebtesten und meistbesuchten Events im winterlichen Veranstaltungskalender der Hansestadt.

 

Das Alstereisvergnügen in Hamburg wird nur in besonders kalten Wintern offiziell veranstaltet. Die Aussenalster wird von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) für das Massenspektakel nur dann offiziell freigegeben, wenn der See vollständig zugefroren ist und die Eisdecke eine ausreichende Tragfähigkeit für die zehntausenden erwarteten Besucher erreicht hat.

 

Dafür muss das sogenannte Kerneis eine Stärke von 20 Zentimetern oder mehr haben.

 

Die Voraussetzung hierfür ist ein mindestens zweiwöchiges dauerhaftes Winterwetter mit klarem, wolkenlosem Himmel, starkem Frost mit Temperaturen um die 10 Grad minus in der Nacht, leichtem Frost mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt am Tage und kein Neuschnee.

 

Diese meteorologischen Bedingungen sind in der Elbmetropole, in der längere stabile Großwetterlagen ohnehin eine Ausnahme sind und die im Einflussbereich eines maritimen Klimas liegt, nur selten gegeben.

 

In besonders strengen Wintern sind solche Wetterbedingungen in der Hansestadt am ehesten während gelegentlicher Dauerfrostperioden im Januar und Februar zu erwarten.

 

Allerdings kann die Umweltbehörde das Betreten von zugefrorenen Stadtgewässern nicht offiziell verbieten sondern nur davor warnen. Das Betreten der Eisflächen erfolgt immer auf eigene Gefahr.

 

Wenn das Eis nach langem Dauerfrost dann aber doch endlich einmal die erforderliche Mindeststärke von 20 Zentimetern erreicht hat und die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) das Alstereisvergnügen in Hamburg genehmigt, fällt der Startschuss zu einem Volksfest der ganz besonderen Art.

 

Dann wird die 164 Hektar große Eisfläche für ein paar Tage von zehntausenden Schaulustigen erobert, die sich zu Fuß oder mit dem Kinderwagen, dem Schlitten und dem Fahrrad auf das Eis wagen und hier lange Spaziergänge unternehmen oder sich hier im Wintersport wie Eissurfen, Schlittschuhlaufen oder Eishockey aktiv betätigen.

 

 

Für den kleinen Hunger zwischendurch ist hier ebenfalls bestens gesorgt. Auf dem zugefrorenen See werden 150 bis 200 Buden und Stände aufgebaut, die warme Snacks und heisse Getränke wie Glühwein, Grog, Grillwürstchen und Waffeln verkaufen.

 

Dann zeigt sich die Elbmetropole von ihrer romantischen Seite. Der Winter verwandelt die Aussenalster und die dahinterliegende, von Kirchtürmen und Hochhäusern dominierte Skyline der Hamburger City in eine glitzernde, verschneite Märchenlandschaft.

 

An klaren, wolkenlosen Tagen taucht die untergehende, glutrote Sonne diese Szenerie in ein magisches Licht und in eine stimmungsvolle, festliche Atmosphäre.

 

Eine ausgedehnte Wanderung auf der Eisdecke vor dieser mystischen, verzauberten Kulisse ist ein ganz einzigartiges und unvergessliches Erlebnis.

 

Die letzten offiziellen Alstereisvergnügen in Hamburg wurden in den Jahren 1979, 1985, 1986, 1991, 1996 und 1997 veranstaltet.

 

Im Jahre 1997 zählten die Veranstalter an einem einzigen Wochenende 1.000.000 Besucher auf dem zugefrorenen Hamburger Stadtgewässer.

 

Wie schon in all den Jahren zuvor, so entwickelte das Alstereisvergnügen auf der Aussenalster in Hamburg auch 2010 wieder zu einem absoluten Publikumsmagneten.

 

Zwar erreichte das Eis wieder nicht die erforderliche Mindeststärke von 20 Zentimetern. Somit erteilte die Umweltbehörde wieder keine offizielle Genehmigung für das Massenspektakel.

 

Allerdings liessen sich auch in diesem Jahr zehntausende Schaulustige wieder einmal nicht den Spass an einem Eisspaziergang nehmen.

 

Am Wochenende des 30. und des 31. Januar 2011 tummelten sich insgesamt 80.000 Besucher bei traumhaften Winterwetter mit strahlendem Sonnenschein und frostigen Temperaturen auf dem zugefrorenen See und feierten hier ihre ganz eigene, inoffizielle Party.

 

Immerhin genehmigte die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) an zwei Wochenenden das Aufstellen von insgesamt 10 Glühweinständen am Alsterufer zwischen der Kennedybrücke und der Barcastrasse in St. Georg.

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