Die Laiszhalle in Hamburg ist eines der traditionsreichsten und renommiertesten Konzerthäuser in der Hansestadt. Die Musikhalle Hamburg liegt am Johannes-Brahms-Platz 1 in der Neustadt.

 

Mit 400.000 Besucher im Jahr gehört sie zu den bestbesuchten Konzerthallen in der Elbmetropole. Ihre weithin sichtbare, prachtvolle Aussenfassade ist der zentrale Blickfang dieses öffentlichen Platzes.

 

Die prunkvolle Konzerthalle wurde in den Jahren von 1904 bis 1908 unter der Leitung der deutschen Architekten Martin Haller (1835 – 1925) und Wilhelm Emil Meerwein (1844 – 1927) im Stile der norddeutschen Backsteingotik errichtet.

 

Das Bauwerk wurde am 4. Juni 1908 feierlich eröffnet. Zu diesem Zeitpunkt war es das größte und modernste Konzerthaus Deutschlands.

 

Die Laeiszhalle in Hamburg wurde von Carl Heinrich Laeisz (1828 – 1901) und seiner Frau Sophie-Christine Laeisz (1831 – 1912) gestiftet und nach ihnen benannt. Der Hamburger Kaufmann und Reeder hatte der Hansestadt für das Bauvorhaben testamentarisch eine Summe von 1,2 Millionen Goldmark vermacht.

 

Dieser Geldbetrag wurde von seiner Witwe nachträglich noch auf eine Summe von insgesamt 2 Millionen Goldmark erhöht.

 

 

Schon kurz nach ihrer Eröffnung wurde in dem Musikhalle in Hamburg klassische Musikgeschichte geschrieben.

 

In den nachfolgenden Jahrzehnten standen hier neben berühmten Künstlern wie Vladimir Horowitt, Pablo Casals, Elly Ney, Maria Callas und den Berliner Philharmonikern auch so begnadete Musiker wie Richard Strauss, Yehudi Menuhin, Sergej Prokofieff, Igor Strawinsky und Paul Hindemith auf der Bühne und lösten im Publikum wahre Beifallsstürme aus.

 

Unter den nationalsozialistischen Machthabern war hier jüdischen Musikern das Auftreten verboten.

 

Während des Zweiten Weltkrieges blieb das Konzerthaus von alliierten Bombenangriffen wie durch ein Wunder verschont.

 

In den ersten Nachkriegsjahren wurde das Bauwerk von dem britischen Militärsenders British Forces Network (BFN) als Sendestudio und Redaktionsbüro genutzt.

 

In den 1950er Jahren erweiterten zunehmend andere Musikstile wie der Jazz den Spielplan des Konzerthauses, der bislang fast nur klassische Konzerte umfasste.

 

Danach treten hier auch Künstler wie die Bee Gees und Udo Jürgens auf und machten das Repertoire für ein breiteres und vielschichtigeres Publikum attraktiver.

 

Heute ist die Musikhalle Veranstaltungsort für Konzerte ganz unterschiedlicher Genres wie Klassik, Jazz, Blues, Rock, Flamenco, Schlager oder Weltmusik.

 

 

Im Jahre 1983 wurde das Bauwerk aufwendig renoviert.

 

Anfänglich wurden die Namen „Laeiszhalle“ und „Musikhalle“ gleichermassen für die Bezeichnung des Konzerthauses verwendet. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts setzte sich allerdings der Name „Musikhalle“ stärker durch. Im Jahre 2005 wurde das Bauwerk wieder in „Laeiszhalle“ umbenannt.

 

Die Konzerthalle verfügt über insgesamt 4 Veranstaltungsräume mit unterschiedlichem Fassungsvermögen: der Grossen Saal mit 2023 Plätzen, der Kleine Saal mit 639 Plätzen, das Studio E mit 150 Plätzen und das Brahms-Foyer mit 80 Plätzen.

 

Update vom 16.10.2017

 

Quo vadis, Musikhalle? Am Mittwoch, den 11. Januar 2017 wurde die Elbphilharmonie mit Glanz und Glamour, viel Prominenz aus Politik und Gesellschaft, einem pompösen Eröffnungskonzert und einer spektakulären Light-Show feierlich eröffnet – und avancierte an diesem Tag nicht zur bekanntesten Sehenswürdigkeit in der Hansestadt, sondern löste auch die altehrwürdige, traditionsreiche Laiszhalle als beliebteste und meistbesuchte Konzerthalle Hamburgs ab.

 

Denn schon seit Jahresanfang lockt das neues Opernhaus mit einem umfangreichen und vielseitigen Musik- und Kulturprogramm, das für jeden Geschmack, jedes Alter und jeden Geldbeutel genau das Richtige bietet und die unterschiedlichsten Zielgruppen anspricht – und hat die Musikhalle als Konzerthaus weit hinter sich gelassen. Der Besucheransturm und die hohe Nachfrage nach Konzertkarten, den die Elbphilharmonie seit Jahresanfang erlebt, sind ein Problem für die Laiszhalle, denn diese hat seitdem mit einem starken Besucherrückgang zu kämpfen. Dieses Problem wird zusätzlich durch den Umzug des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg und durch die Verlegung der traditionsreichen Philharmonischen Konzerte von der Musikhalle in das neue Opernhaus verschärft.

 

Der Unterschied zwischen den beiden Konzerthäusern könnte nicht größer sein. Zur Zeit ihrer Eröffnung im Jahre 1908 galt die Laiszhalle als das größte und modernste Konzerthaus Deutschlands – heute hat sie den Ruf, langweilig, elitär, überteuert und sanierungsbedürftig zu sein und hat mit einem angestaubten und altmodischem Image zu kämpfen. Die Elbphilharmonie ist das totale Gegenteil: sie ist neu, cool, modern, avantgardistisch, extravagant und atemberaubend und hat eine weitaus bessere Akustik und ein weitaus größeres Fassungsvermögen. Sie ist der neue Mittelpunkt im Musik- und Kulturleben der Hansestadt.

 

Das Jahr 2017 markiert eine Zeitenwende in der traditionsreichen Geschichte der Musikhalle. Sie befindet sich in einer Umbruchphase und versucht, einen Imagewandel zu vollziehen. Sie will mit einer Umstrukturierung und Neuausrichtung ihres Musikprogramms neue Zielgruppen erreichen und Besucher zurückgewinnen und wird einen inhaltlichen Schwerpunkt ihres Veranstaltungsangebots in Zukunft auf Weltmusik und Jazz legen.

 

Weiterführende Links:

 

Adresse, Stadtplan Laiszhalle Hamburg

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