Das Operettenhaus in Hamburg von der Kreuzung Beim Trichter und Spielbudenplatz aus gesehen.

 

 

Das Gebäude steht am Spielbudenplatz 1 im Stadtteil St. Pauli.

 

Zusammen mit dem Theater im Hafen und dem Theater Neue Flora gehört es zu den größten und angesehensten Musiktheatern in der Hansestadt.

 

Das Festspielhaus ist schon seit über 160 Jahren eine der besten Adressen für Freunde der gepflegten, stilvollen Abendunterhaltung in Hamburg und eines der renommiertesten Aushängeschilder der Elbmetropole.

 

Es gilt als die Geburtsstätte des deutschen Musicals.

 

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Heute kann die Spielbühne stolz auf eine jahrzehntelange, wechselvolle und traditionsreiche Geschichte zurückblicken.

 

Ihre Anfänge reichen bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück.

 

Sie wurde im Jahre 1841 unter dem Namen Circus Gymnasticus eröffnet und hatte 3000 Sitzplätze.

 

Vorbild für das Theater war der gleichnamige Zirkus im Wiener Prater. Wie sein Wiener Gegenstück, so wurde der Circus Gymnasticus in der Hansestadt als Veranstaltungsort von Kunst- und Dressurreitturnieren genutzt.

 

 

Im Jahre 1864 wurde er in Central-Halle umbenannt. Seitdem wurden hier Komödien und Singspiele aufgeführt.

 

Das Bauwerk wurde im Jahre 1876 durch ein Feuer vollkommen zerstört. Noch im gleichen Jahr wurde es an demselben Standort wieder aufgebaut und nur ein Jahr später neu eröffnet.

 

Im Jahre 1920 erhielt das Gebäude seinen heutigen Namen Operettenhaus.

 

Bereits um die Jahrhundertwende machte sich die Spielbühne einen Namen in der europäischen Schauspielszene. Schon dieser Zeit lockte sie mit einem abwechslungsreichen Programm von erfolgreichen internationalen Operetten, Theaterstücken und Revue-Shows tausende von Besuchern auf die Reeperbahn.

 

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Ein absoluter Kassenschlager war die Revue Rund um die Alster, mit der den deutschen Musikern und Komikern Ludwig Isaac (1867 – 1955), Leopold Isaac (1869 – 1926) und James Isaac (1870 – 1943) unter dem Pseudonym Gebrüder Wolf hier der internationale Durchbruch gelang.

 

Bis zum Zweiten Weltkrieg sorgten hier schon viele berühmte deutsche Sänger, Schauspieler, Tänzer und Tenöre wie Richard Tauber (1891 – 1948), Gustaf Gründgens (1899 – 1963), Marika Rökk (1913 – 2004) und Freddy Quinn für stehende Ovationen beim Publikum.

 

Im Jahre 1943 wurde das Gebäude während eines alliierten Luftangriffes schwer beschädigt.

 

Nach Kriegsende wurde es an derselben Stelle wieder aufgebaut und im Jahre 1953 neu eröffnet.

 

 

In den folgenden Jahrzehnten erlebte das Operettenhaus in Hamburg eine ungeahnte Renaissance als Festspielhaus und avancierte erneut zu einer der renommiertesten Adressen des Showbusiness in der Elbmetropole.

 

Von den 1950er Jahren bis in die 1980er Jahre feierten hier viele altgediente deutsche Stars wie Freddy Quinn, Käthe Dorsch (1890 – 1957) und Marika Rökk (1913 – 2004) auf der Bühne ein Comeback.

 

In dieser Zeit wurden hier vorrangig Musicals aufgeführt.

 

Im Jahre 1962 feierte hier die Produktion Heimweh nach St. Pauli des deutschen Drehbuchautors Gustav Kampendonk (1909 – 1966) und des deutschen Komponisten Lotar Olias (1913 – 1990) ihre Deutschlandpremiere.

 

Im Jahre 1968 wurde hier das Musical Fiddler on the roof des US-amerikanischen Dramatikers Joseph Stein (1912 – 2010), des US-amerikanischen Komponisten Jerry Bock (1928 – 2010) und des US-amerikanischen Lyrikers Sheldon Harnick in der deutschen Erstaufführung unter dem Titel Anatevka gezeigt.

 

Die Skandal-Revue Oh ! Calcutta ! des englischen Theaterkritikers und Autoren Kenneth Tyan (1927 – 1980) feierte hier im Jahre 1971 ihre Deutschlandpremiere.

 

Im Jahre 1972 wurde hier das Musical Helden, Helden des österreichischen Komponisten und Sänger Udo Jürgens gezeigt.

 

In den späten 1970er Jahren und in den frühen 1980er Jahren wurde es ruhig um das Operettenhaus in Hamburg. Zurückgehende Besucherzahlen, fehlende Einnahmen und der Mangel an erfolgreichen, abendfüllenden Produktionen stürzten das Theater in eine schwere finanzielle Krise, so daß es von staatlichen Zuschüssen am Leben erhalten werden musste.

 

Der schlechte bauliche Zustand des Gebäudes lähmte den Spielbetrieb, doch für eine Renovierung war kein Geld vorhanden.

 

Am 18. April 1986 feierte hier das Musical Cats des englischen Komponisten Andrew Lloyd Webber seine Deutschlandpremiere. Es entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu einem wahren Publikumsmagneten und wurde aufgrund der hohen Nachfrage bis zum 28. Januar 2001 verlängert.

 

Diese Sternstunde der deutschen Theatergeschichte hat die Hansestadt dem deutsche Musical-Produzenten Friedrich Kurz zu verdanken, der sich unermüdlich für die Aufführung des Kassenschlagers in der Elbmetropole engagierte.

 

An diesem Tag begann der Musical-Boom in Hamburg, der bis heute ungebrochen ist und die Hansestadt zur drittgrößten drittgrößten Musical-Metropole der Welt nach dem Londoner West End und dem New Yorker Broadway machte.

 

Mit einer Spielzeit von 15 Jahren, 6,2 Millionen Besuchern, 6151 Vorstellungen und einer Auslastung von 95 Prozent ist Cats bis heute die längste und erfolgreichste Inszenierung, die hier jemals aufgeführt wurde.

 

Daraufhin folgte die Produktion Fosse – Die Show, die hier in der Zeit vom 8. Juni 2001 bis zum 16. Dezember 2001 gezeigt wurde. Im Anschluss daran wurde an diesem Standort in der Zeit vom 11. Januar 2002 bis zum 29. Juni 2002 das Musical Oh, what a Night ! gespielt. In der Zeit vom 3. November 2002 bis zum 8. September 2007 wurde hier die Pop-Komödie Mamma Mia ! aufgeführt. Daraufhin folgte das Musical Ich war noch niemals in New York, das hier in der Zeit vom 2. Dezember 2007 bis zum 26. September 2010 gefeiert wurde. Im Anschluss daran wurde hier in der Zeit vom 2. Dezember 2010 bis zum 26. August 2012 die Produktion Sister Act gespielt.

 

Seit dem 18. November 2012 wird an diesem Standort die Inszenierung Rocky – das Musical gezeigt.

 

Das heutige Erscheinungsbild des Gebäudes geht auf umfangreiche Sanierungsarbeiten in den Jahren von 1979 bis 1981 zurück. Im Jahre 2002 erfolgte anlässlich der Produktion Mamma Mia ! eine aufwendige Neugestaltung des Foyers, des Theatersaals und der Bühne. Die Baukosten beliefen sich damals auf insgesamt 4 Millionen Euro.

 

So spektakulär und modern die Aussenfassade des Bauwerkes ist, so grosszügig und beeindruckend ist auch seine Inneneinrichtung.

 

Die Innenräume überraschen mit einer Ausstattung der Extraklasse und mit Ausmassen der Superlative.

 

Das Gebäude umfasst 2 Stockwerke und erstreckt sich über eine Fläche von insgesamt 1.768 Quadratmetern. Es ist in 2 Räume unterteilt: das Foyer und der Theatersaal.

 

Das Foyer umfasst 2 Etagen und hat eine Kapazität von bis zu 700 Personen. Es hat eine Höhe von 3,80 Metern und erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 668 Quadratmetern, wovon sich 314 Quadratmeter auf das Erdgeschoss und 354 Quadratmeter auf das Obergeschoss verteilen.

 

Der Theatersaal erstreckt sich über eine Fläche von insgesamt 1.100 Quadratmetern und hat eine Höhe von 3,10 Metern. Er bietet ausreichend Sitzplätze für bis zu 1350 Personen.

 

Den Mittelpunkt des Theatersaals bildet die 560 Quadratmeter große Bühne.

 

Update vom 06.07.2017

 

Das Operettenhaus gilt nicht umsonst als eine der renommiertesten Adressen für Musicalfans in Hamburg und als eine der besten Visitenkarten der Hansestadt. Heute kann die altehrwürdige Spielstätte stolz auf eine jahrzehntelange Tradition als Musicaltheater zurückblicken. Und die Deutschlandpremiere des Klassikers „Cats“ am 18. April 1986 war erst der Anfang ihres geradezu kometenhaften Aufstiegs zu einer der beliebtesten und meistbesuchten Musicalbühnen in der Elbmetropole. Die Liste der internationalen Produktionen, die hier seitdem Welterfolge feierten und das Publikum begeisterten, ist lang und lässt sich noch beliebig fortsetzen. Sie unterstreicht die Bedeutung der Hansestadt als drittwichtigste Musicalmetropole der Welt nach New York und London.

 

In der Zeit vom 8. Juni 2001 bis zum 16. Dezember 2001 wurde hier die Produktion „Fosse – die Show“ aufgeführt. Daraufhin folgte das Musical „Oh, what a Night!“, das hier in der Zeit vom 11. Januar 2002 bis zum 5. Mai 2002 lief. In der Zeit vom 25. März 2002 bis zum 5. Mai 2002 wurde hier die Produktion „Emil und die Detektive“ aufgeführt. Am 3. November 2002 feierte hier das Musical „Mamma Mia!“ seine Deutschlandpremiere, das bis zum 8. September 2007 lief und mit der rekordverdächtigen Besucherzahl von 2,5 Millionen Gästen nach dem Klassiker „Cats“ mit insgesamt 6,2 Millionen Besuchern bis heute zu den beliebtesten, meistbesuchten und kommerziell erfolgreichsten Produktionen des Operettenhauses gehörte.

 

Am 2. Dezember 2007 feierte hier das Musical „Ich war noch niemals in New York“ seine Deutschlandpremiere, das bis zum 26. September 2010 aufgeführt und von insgesamt 1,5 Millionen Zuschauern besucht wurde. In der Zeit vom 2. Dezember 2010 bis zum 26. August 2012 sorgte hier die Produktion „Sister Act“ für ein volles Haus und erreichte ebenfalls eine Besucherzahl von 1,5 Millionen Gästen. Am 18. November 2012 feierte hier das Musical „Rocky“ seine Weltpremiere, das bis zum Ende seiner Spielzeit in Hamburg insgesamt 1130 Mal aufgeführt wurde. Daraufhin folgte die Produktion „Liebe stirbt nie“, die hier am 15. Oktober 2015 ihre Deutschlandpremiere feierte und bis zum 25. September 2016 das Publikum begeisterte. Am 10. November 2016 öffnete sich hier zum ersten Mal der Vorhang für das Musical „Hinterm Horizont“, das noch bis Oktober 2017 läuft.

 

Und das Operettenhaus wird seine Erfolgsgeschichte als Kulturinstitution und Publikumsmagnet in der Elbmetropole auch in den nächsten Jahren fortschreiben. Die nächste Produktion steht schon in den Startlöchern: im Dezember 2017 wird hier das Musical „Kinky Boots“ seine Deutschlandpremiere feiern.

 

Weiterführende Links

Adresse, Stadtplan Operettenhaus Hamburg

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