Das Internationale Maritime Museum (IMMH) in der Hamburger Speicherstadt von der Uferpromenade am Magdeburger Hafen aus gesehen.

 

Im Hintergrund sind der Dar es Salaam-Platz und der Brooktorhafen zu erkennen.

 

Das Museum ist in dem ehemaligen Kaispeicher B untergebracht.

 

Das historische Bauwerk liegt an der Koreastrasse 1 an der Busanbrücke (Magdeburger Brücke) in der Hafencity.

 

Das weithin sichtbare, mehrstöckige Gebäude beherrscht mit seiner Aussenfassade im Stil der Norddeutschen Backsteingotik und mit seinen Giebeln, Gesimsen und Spitzbögen die Skyline am Brooktorhafen wie kein Bauwerk in der näheren Umgebung.

 

Das Industriedenkmal wurde in den Jahren von 1878 bis 1879 nach den Entwürfen der beiden deutschen Architekten Bernhard Georg Jacob Hanssen (1844 – 1911) und Wilhelm Emil Meerwein (1844 – 1927) gebaut. Auftraggeber war die Silospeicher Kommandit-Gesellschaft J.W. Boutin.

 

Der Kaispeicher B wurde bereits 10 Jahre vor dem Bau der Speicherstadt errichtet. Somit ist er das älteste noch erhaltene Bauwerk im Freihafen. Er wurde vor allem für die Lagerung von Getreide, Kaffee und Tee benutzt.

 

Im Jahre 1890 kaufte die Stadt Hamburg das Gebäude, in deren Besitz es sich bis heute befindet. Sie vermietete es bis zum Jahre 2003 als Warenlager.

 

Im Jahre 2001 wurde das historische Bauwerk unter Denkmalschutz gestellt.

 

In den Jahren von 2005 bis 2006 wurde das Kulturdenkmal unter der Leitung der Hamburger Architektin Mirjana Markovic aufwendig saniert und ausgebaut. Während der umfangreichen Restaurierungsarbeiten wurde sehr darauf geachtet, das ursprüngliche historische Erscheinungsbild des Gebäudes beizubehalten.

 

Dieses Bauprojekt wurde aus der Kulturförderung der Stadt Hamburg mit 30 Millionen Euro subventioniert. Dabei wurden weit über 2000 Kubikmeter Beton und 150 Tonnen Stahl verbaut.

 

 

Nach Abschluss der Bauarbeiten wurden die Bestände der Sammlung Peter Tamm in die neuen Ausstellungsräume im Kaispeicher B überführt.

 

Die Sammlung war bis zum Jahre 2008 in dem nicht öffentlich zugänglichen Wissenschaftlichen Institut für Schiffahrts- und Marinegeschichte in der Elbchaussee 277 untergebracht.

 

Das Internationale Marine Museum Hamburg (IMMH) wurde am 25. Juni 2008 eröffnet und kann u.a. bei Städtereisen Hamburg besichtigt werden. Besucher können hier auf insgesamt 10 Stockwerken mit einer Ausstellungfläche von über 12.000 Quadratmetern die umfangreiche Sammlung Peter Tamm besichtigen.

 

Sie ist die weltweit größte private Sammlung zur Schifffahrts- und Marinegeschichte. Die Ausstellung besteht aus über 40.000 Einzelstücken.

 

Sie umfasst u.a. 25.000 kleine und 900 große Schiffsmodelle, 5000 Gemälde, 120.000 Bücher und Atlanten, 50.000 Konstruktionspläne, Schiffsminiaturen, historische Marineuniformen und -auszeichnungen, Aquarelle, Grafiken, Waffen, nautische Geräte und Fernmeldegeräte, Möbel, Speisekarten und über einer Million Fotos.

 

Die umfangreiche Sammlung wurde vom deutschen Journalisten und Manager Peter Tamm seit dem Jahre 1934 zusammengetragen.

 

Die Ausstellung widmet sich den unterschiedlichsten Themenbereichen der Schiffahrts- und Marinegeschichte wie etwa der Entwicklung von Schiffbau und Maschinenbau, der Schiffsbewaffnung oder der Meeresforschung, Energietechnik und Fischerei.

 

Aufgrund des hohen Erlebniswertes ist ein Besuch der Ausstellung vor allem für Familien mit Kindern oder Besuchergruppen wie Schulklassen zu empfehlen.

 

Das historische Bauwerk kann von der Osakaallee über die Busanbrücke (Magdeburger Brücke) bequem zu Fuss erreicht werden.

 

Das Museumsgebäude ist ausserdem über die 60 Meter lange León-Brücke direkt mit dem Dar es Salaam-Platz nahe dem Brooktorkai verbunden, die im Jahre 2007 vom österreichischen Architekten Dietmar Feichtinger neu errichtet wurde.

 

Update vom 06.02.2018

 

Das Internationale Maritime Museum Hamburg verzeichnet schon seit einigen Jahren immer höhere Besucherzahlen und gehört heute zu den meistfrequentierten Museen in der Hansestadt. Im Jahre 2015 feierte es mit insgesamt 110.000 Besuchern einen neuen Besucherrekord, wobei ein Drittel dieser Gäste aus dem Ausland kamen. Das war eine Steigerung um 5000 Besucher im Vergleich zum Jahre 2014. Mit diesem neuen Besucherrekord konnte das IMMH 2015 sein bisher erfolgreichstes Jahr verzeichnen.

 

Der ständig steigende Besucherandrang ging mit der Vergrößerung der museumseigenen Sammlung an Schiffsbildern in den letzten Jahren einher: diese wurde bereits im Jahre 2014 durch die Neuerwerbungen des Fotoarchivs der ehemaligen Howaldtswerke Hamburg und der Schiffsfoto-Sammlung der Hamburger Fachbuchhandlung Fuchs um insgesamt 246.000 neue Motive erweitert. Mittlerweile umfasst sie mehr als 1 Million Motive und ist damit eine der weltweit größten Sammlungen von Schiffsfotos.

 

Weiterführende Links:

 

Internationales Maritimes Museum Hamburg Öffnungszeiten

Internationales Maritimes Museum Hamburg Eintrittspreise

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