Blick auf den Eingangsbereich und die Aussenfassade des Hamburgmuseum vom Holstenwall aus. Das Bauwerk ist eines der schönsten und bestbesuchten Museen in der Hansestadt.

 

Das Museum für Hamburgische Geschichte liegt am Holstenwall 24 in der Neustadt.

 

Aufgrund seiner zentralen Lage in den Grossen Wallanlagen nahe dem Millerntordamm und seiner idealen Anbindung an das öffentliche Nahverkehrssystem der Hansestadt ist das Gebäude für Besucher mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln wie dem Bus oder der U-Bahn schnell und einfach zu erreichen.

 

Die Anfänge des kulturhistorischen Museums gehen bis auf die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Der im Jahre 1939 gegründete Verein für Hamburgische Geschichte begründete die erste historische Sammlung von Exponaten und Ausstellungsstücken der Stadtgeschichte.

 

Bis zur Fertigstellung des heutigen Museumsgebäudes im Jahre 1922 hatte die ständig wachsende kulturhistorische Sammlung keine festen Ausstellungsort. Sie wurde immer wieder umgelagert und in verschiedenen Gebäuden wie dem Johanneum untergebracht.

 

Das Hamburgmuseum wurde offiziell bereits im Jahre 1908 gegründet.

 

Das heutige Museumsgebäude wurde in der Jahren von 1914 und 1922 unter der Leitung des berühmten Hamburger Architekten Fritz Schuhmacher (1869 – 1947) aus Klinker und Backstein errichtet.

 

 

Die Bauarbeiten mussten im Jahre 1916 unterbrochen werden, so daß das Bauwerk erst mit einiger Verzögerung im Jahre 1922 fertiggestellt und eröffnet werden konnte.

 

Es steht auf den Ruinen der Bastion Henricus, einem Teil der ehemaligen Befestigungsanlage der Hansestadt aus dem frühen 17. Jahrhundert, die von dem holländischen Baumeister Jan van Valckenborgh in der Zeit von 1616 bis 1625 errichtet wurde.

 

In den Jahren 1943 und 1944 wurden Teile des Gebäudes während der Bombennächte des Zweiten Weltkrieges zerstört. Die meisten Sammlungen konnten allerdings zum Glück vorher noch rechtzeitig ausgelagert werden.

 

Im Jahre 1946 wurde das Museum für Hamburgische Geschichte wiedereröffnet. Im Jahre 1976 wurde es unter Denkmalschutz gestellt.

 

Im Jahre 1989 erhielt der Innenhof des Bauwerkes ausserdem eine Vollglasüberdachung.

 

Seit dem Jahre 2006 führt das Gebäude den Beinamen „Hamburgmuseum“.

 

Besucher erhalten hier in zahlreichen Dauerausstellungen und Sonderausstellungen interessante Einblicke in verschiedene Epochen der jahrhundertealten, wechselvollen Geschichte der Hansestadt.

 

Die Ausstellungsräume verteilen sich auf insgesamt 4 Stockwerke.

 

Die behandelten kulturhistorischen Themenbereiche reichen von der Gründung der Hansestadt im Jahre 800 n. Chr. über die Entwicklung der Elbmetropole in der Neuzeit und im Barock bis hin zu jüngerer deutscher Geschichte wie Hamburg im Kaiserreich, in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.

 

Zu den Hauptattraktionen des Museums zählen u.a. der 600 Jahre alte, mutmaßliche Schädel des berüchtigten hanseatischen Seeräubers Klaus Störtebeker (1360 – 1401) und eine forensische Gesichtsrekonstruktion dieses Schädels.

 

Der Schädel wurde von Bauarbeitern im Jahre 1878 auf der Elbinsel Grasbrook, der Hinrichtungsstätte von Störtebeker und seinen Gefolgsleuten, gefunden.

 

Er wurde im Januar 2010 von Unbekannten entwendet und im März 2011 von der Polizei sichergestellt. Jetzt kann er wieder als Ausstellungsstück bewundert werden.

 

Update vom 27.10.2017

 

Gute Nachrichten für das Museum für Hamburgische Geschichte: die Forschungs-, Bildungs- und Kultureinrichtung erhielt am 12. November 2015 eine kräftige Finanzspritze von insgesamt 36 Millionen Euro für eine grundlegende Erneuerung. Damit ist der Weg frei für eine umfangreiche Sanierung und Umgestaltung des altehrwürdigen, traditionsreichen Museums. Die Hälfte dieser Fördermittel stammen aus dem Sanierungsfonds der Hamburger Bürgerschaft. Die anderen 18 Millionen Euro werden vom Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags in Berlin zur Verfügung gestellt.

 

Das aktuelle Sanierungskonzept umfasst gleich ein ganzes Paket an verschiedenen Umbaumaßnahmen, die hier in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen. Im Rahmen der Bauarbeiten soll eine inhaltliche Neuausrichtung des Museums durchgeführt werden, die neue Perspektiven auf die Stadtgeschichte eröffnet. Dabei soll das Angebot auf allen Etagen neu organisiert und gestaltet werden.

 

Einen Schwerpunkt bildet die Einrichtung eines historischen, chronologischen Rundgangs vom 8. Jahrhundert bis zum 21. Jahrhundert auf der ersten Etage, der Besuchern interessante Einblicke in die Stadtgeschichte von der Hammaburg bis zur Elbphilharmonie bietet.

 

Außerdem sehen die aktuellen Baupläne die Öffnung des Gebäudes zur Parkanlage Planten und Blomen durch den Bau eines weiteren Eingangs an dieser Stelle vor. Darüber hinaus sind die Verlagerung des Gastronomiebereichs auf die Parkseite des Gebäudes und die Einrichtung von mehreren Sonderausstellungsflächen in beiden Flügeln des Erdgeschosses geplant.

 

Ein genauer Termin für den Beginn der umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Allerdings sollen die Bauarbeiten spätestens bis zum 100-jährigen Jubiläum des Museums im Jahre 2022 abgeschlossen sein.

 

Während der Bauarbeiten soll das Gebäude auch weiterhin für Besucher geöffnet bleiben.

 

Weiterführende Links:

 

Museum für Hamburgische Geschichte Hamburg Öffnungszeiten

Museum für Hamburgische Geschichte Hamburg Eintritt

Museum für Hamburgische Geschichte Hamburg Modellbahn

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