Die Fleetinsel in Hamburg von der Kreuzung Admiralitätsstrasse und Heiligengeistbrücke aus gesehen.

 

Im Hintergrund sind von links nach rechts die Michaelisbrücke, der Fleetmarkt und der Fleethof zu erkennen.

 

Dieser Teil der Altstadt liegt zwischen dem Herrengrabenfleet im Westen und dem Alsterfleet im Osten. Im Norden grenzt er an die Stadthausbrücke, im Süden erstreckt er sich bis hin zur Ludwig Erhardt-Strasse.

 

Er ist über mehrere Brücken mit den umliegenden Ufern verbunden, von denen zwei zu den ältesten Brücken der Hansestadt gehören.

 

Die Fleetinsel kann vom gegenüberliegenden westlichen Ufer über die Ellerntorsbrücke aus dem 17. Jahrhundert und die Michaelisbrücke und vom gegenüberliegenden östlichen Ufer über die Heiligengeistbrücke aus dem 19. Jahrhundert bequem zu Fuss erreicht werden.

 

Sie ist im Osten und Westen vollständig von Wasser umschlossen und zu allen Seiten von mächtigen Aussenfassaden aus Klinker und Backstein umgeben.

 

Damit liegt sie abseits des Stresses und der Hektik in den touristisch überlaufenen Haupteinkaufsstrassen wie der Mönckebergstrasse und der Spitalerstrasse und ist abgeschirmt vom Lärm des Berufsverkehrs auf den vielbefahrenen Durchgangsstrassen wie der Ludwig Erhardt-Strasse.

 

 

Die fast autofreie, malerische Insel wird von ihren Anwohnern und Besuchern als eine Oase der Ruhe geschätzt, in welcher man für einige Stunden dem lauten und hektischen Grosstadtleben in Hamburg entfliehen und sich entspannen kann.

 

Nach einer ausgedehnten Sightseeing- oder Shoppingtour durch die Innenstadt kann man sich hier in einem der vielen Cafes und Restaurants bei Kaffee und Kuchen oder einer kleinen warmen Zwischenmahlzeit ausruhen.

 

Sie ist auch ein bevorzugter Anlaufpunkt für Angestellte und Arbeiter aus den umliegenden Geschäfts- und Bürovierteln, die hier nach Feierabend in einem der vielen Bistrots und Restaurants zusammen mit Kollegen bei einem Glas Wein oder einem Bier in gemütlicher Runde den Tag ruhig ausklingen lassen.

 

Die weitläufige Piazza, die zahlreichen Brücken und die Kanäle verleihen dem Fleetmarkt einen Hauch von venezianischer Lebensart und italienischem Dolce Vita. Während der Sommermonate kann man hier auf dem weitläufigen Platz und auf den Treppen am Herrengrabenfleet ein mediterranes Flair geniessen.

 

Die Geschichte der Fleetinsel in Hamburg reicht bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts zurück. Im Jahre 1499 wurde westlich des heutigen Alsterfleetes, der die Hansestadt in der Zeit vom 13. Jahrhundert bis zum 15. Jahrhundert als Verteidigungsgraben schützte, der Herrengraben als neuer Stadtgraben angelegt.

 

Im Jahre 1546 wurde der Herrengraben ausgebaut und in nordöstliche Richtung durch einen weiteren Verteidigungsgraben, den späteren Bleichenfleet, verlängert.

 

Diese Befestigungsanlagen wurden durch den Bau einer westlich davon gelegenen, moderneren Verteidigungsanlage in den Jahren von 1475 bis 1547 und durch die Errichtung der Wallanlagen in den Jahren von 1616 bis 1625 überflüssig.

 

 

Im Jahre 1530 wurden die alten Stadtgräben in das südliche Fleetnetz der Hansestadt einbezogen und fortan für das Ableiten der am Reesendamm aufgestauten Alster in die Elbe genutzt.

 

Durch die Flutung der alten Verteidiugungsgräben wurde das dazwischenliegende Areal in die Fleetinsel umgewandelt.

 

Während des Zweiten Weltkrieges wurde sie durch alliierte Luftangriffe fast vollständig zerstört. Ihr heutiges Erscheinungsbild geht auf eine Neubebauung Ende der 1980er Jahre zurück.

 

Die gelungene Kombination von historischer Backsteinarchitektur und moderner Klinkerbauweise machen den ganz eigentümlichen, reizvollen Charme der Insel aus.

 

Zu beiden Seiten der Admiralitätsstrasse und entlang des Herrengrabenfleet sind viele historische Kontorhäuser aus der Zeit zwischen dem 17. Jahrhundert und dem 19. Jahrhundert erhalten geblieben.

 

Heute sind in den beiden mehrstöckigen Kontorhäusern in der Admiralitätsstrasse 71 mehrere Kunstgalerien untergebracht.

 

Nach zweijähriger Bauzeit wurde im Jahre 1992 das Steigenberger Hotel Hamburg an der Heiligengeistbrücke 4 eröffnet. Es erstreckt sich entlang des Alsterfleetes vom Graskeller in südliche Richtung bis hin zur Heiligengeistbrücke

 

 

Seine hoch aufragende, luxuriöse Aussenfassade aus Klinker prägt massgeblich das äussere Erscheinungsbild der Insel zum Rödingsmarkt hin.

 

Der Fleethof wurde im Jahre 1993 nach zweijähriger Bauzeit eröffnet. Seine weithin sichtbare, mächtige Aussenfront aus Klinker nimmt die gesamte nordwestliche Skyline der Insel am Herrengrabenfleet und entlang der Stadthausbrücke ein.

 

In dem mehrstöckigen Gebäude sind u.a. mehrere Cafes und Restaurants, ein Reisebüro, eine Artztpraxis und eine Sprachschule untergebracht.

 

Zweimal im Jahr entwickelt sich die Fleetinsel zu einem wahren Publikumsmagneten und lockt hunderte von Besuchern aus Hamburg und der umliegenden Gegend an.

 

Jedes Jahr wird hier in der zweiten Julihälfte das Fleetinsel Festival veranstaltet. Während des zehntägigen Kunst- und Kulturfestivals können Besucher auf mehreren Bühnen ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm mit Theater, Kleinkunst und Live-Musik und eine abwechslungsreiche internationale Küche geniessen.

 

Ausserdem findet hier jedes Jahr in der Zeit von 22. November bis 23. Dezember der Fleet Weihnachtsmarkt statt, der zu den schönsten und stimmungsvollsten Adventsmärkten in der Hansestadt gehört.



Weiterführende Links:

 

Bilder, Fotos Ellerntorsbrücke Hamburg

Bilder, Fotos Heiligengeistbrücke Hamburg

Weihnachtsmarkt Fleetinsel Hamburg

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