Die Wasserseite der historischen Fachwerkhäuser in der Deichstrasse und im Cremon in Hamburg von der Holzbrücke aus gesehen.

 

Im Hintergrund sind der Nikolaifleet, die Hohe Brücke, die Elbphilharmonie und die Kajen zu erkennen.

 

Dieses idyllische Panorama ist eines der schönsten und beliebtesten Postkartenmotive der Hansestadt. Die malerische Häuserkulisse gehört zu den bekanntesten und meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in der Elbmetropole.

 

Die Speicher- und Kontorhäuser und die althamburgischen Bürgerhäuser mit ihren schmalen Durchgängen zum Nikolaifleet sind die einzigen Uberreste des früheren, typisch hanseatischen Stadtbildes entlang des Cremon und der Deichstrasse in Hamburg.

 

Die historische Bebauung verleiht diesen beiden Strassen einen ganz eigentümlichen, beschaulichen Charme, dem sich der Betrachter nicht entziehen kann.

 

Die Häuserkomplexe sind ein Stück lebendige Geschichte und lassen die hanseatische Tradition vergangener Jahrhunderte wieder lebendig werden.

 

Im 17. Jahrhundert wurden weite Teile der Innenstadt von dieser traditionellen Architektur geprägt.

 

Die Anfänge der historischen Fachwerkhäuser reichen bis auf das ausgehende 12. Jahrhundert zurück.

 

Nach der Gründung der Neustadt im Jahre 1189 wies Graf Adolf III von Schauenburg und Holstein (1160 – 1225) ihren Bürgern ein neues Siedlungsgebiet zu. Dazu gehörten u.a. das Gelände entlang des früheren Alsterlaufes, dem heutigen Nikolaifleet, und die damalige Marschinsel Cremon.

 

 

Die stark zunehmende Bevölkerungsdichte in der Neustadt führte in den darauffolgenden Jahrzehnten zu einem immer grösseren Flächenbedarf.

 

Daraufhin wurden beide Ufer des Nikolaifleetes und des Cremon für die Landgewinnung Anfang des 13. Jahrhunderts eingedeicht. Ursprünglich war die Insel vom Nikolaifleet, dem Mührenfleet und dem Katharinenfleet umgeben. Der Katharinenfleet wurde im Jahre 1946 zugeschüttet.

 

Die Deichstrasse wurde im Jahre 1304 zum ersten mal urkundlich erwähnt. Der Cremon fand die erste urkundliche Erwähnung in den Jahren 1251 und 1289.

 

Ursprünglich wurden die Häuser in beiden Strassen nur im Deichhinterland, d.h. auf der Landseite, errichtet. Ab dem 15. Jahrhundert wurden die Häuser in beiden Strassen auch auf dem Deichvorland, d.h. auf der Wasserseite, gebaut.

 

Die althamburgischen Bürgerhäuser und Speicher- und Kontorhäuser in beiden Strassen wurden allesamt zwischen der Mitte des 17. Jahrhunderts und dem Ende des 19. Jahrhunderts errichtet.

 

Zur Strassenseite hin weisen die Aussenfassaden der historischen Fachwerkhäuser prachtvolle Verzierungen im Stil verschiedener kunsthistorischer Epochen wie dem Barock auf. Sie spiegeln die jahrhundertelange, wechselvolle Geschichte dieser Häuserkomplexe wider.

 

In der Nacht vom 4. Mai auf den 5. Mai 1842 brach in der Deichstraße 42 bei Lötarbeiten am Dachgebälk des Hauses der Hamburger Brand aus, der grosse Teile der traditionellen Bebauung zu beiden Seiten des Nikolaifleetes und in der Innenstadt vernichtet oder stark beschädigte.

 

Während des Zweiten Weltkrieges wurden viele der noch erhaltenen Fachwerkhäuser durch alliierten Luftangriffe ebenfalls zerstört oder schwer beschädigt.

 

In den 1970er Jahren sollten die Reste der historischen Bebauung für eine Strassenerweiterung abgerissen werden.

 

 

Dieses Bauvorhaben traf bei den Anwohnern und Bürgern allerdings auf heftige Proteste. Im Jahre 1972 wurde ein Förderverein gegründet, der sich gegen den Abriss und für die Erhaltung und Restaurierung der historischen Bausubstanz einsetzte

 

Das Verkehrsprojekt konnte glücklicherweise durch ein Volksbegehren verhindert werden. Mit öffentlichen Spendengeldern gelang es dem Förderverein, die Fachwerkhäuser in den Jahren von 1974 bis 1980 zu restaurieren und ihr ursprüngliches historisches Erscheinungsbild wieder herstellen.

 

Der frühere Hamburger Bürgermeister Ole von Beust lebte während seines Jurastudiums in den 1970er Jahren in einer Sozialwohnung in der Deichstraße 37.

 

Diese wurde in eine Fussgängerzone umgewandelt. Sie gehört heute zu den schönsten Flanier-, Gastro- und Shoppingmeilen der Neustadt und lädt zum Bummeln, Verweilen und Träumen ein.

 

Heute sind in den restaurierten Häusern u.a. Restaurants, Cafes, Bars, eine Crêperie, Architekturbüros, Kunstgalerien und Modegeschäfte untergebracht.

 

Mehrere Restaurants besitzen einen Aussenbereich auf einem schwimmenden Ponton auf dem Nikolaifleet.

 

Hier kann man sich nach einer ausgedehnten Sightseeingtour durch die Innenstadt bei Kaffee und Kuchen oder einer kleinen warmen Zwischenmahlzeit entspannen und den Tag ruhig ausklingen lassen.

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