Die Spinne „Maman“ vom Altbau der Kunsthalle Hamburg aus gesehen. Im Hintergrund sind von rechts nach links die Galerie der Gegenwart, die Lombardsbrücke, die Binnenalster, der Neue Jungfernstieg und der Ballindamm zu erkennen.

 

 

Die überdimensionale Skulptur steht zur Zeit auf dem Aussenplateau zwischen dem Altbau der Hamburger Kunsthalle und der Galerie der Gegenwart in der Neustadt.

 

Die monumentale Statue war hier bereits am Montag, dem 23. Januar 2012 mit Hilfe von zwei Kränen aufgestellt worden. Für die Installation des spektakulären Kunstwerkes waren extra zwei Spezialisten aus New York angereist.

 

Seitdem hat sich die gigantische Skulptur zu einem wahren Publikumsmagneten und zu einem der beliebtesten Fotomotive in der Hansestadt entwickelt.

 

Doch wer sich bei diesem Anblick an Szenen aus dem Endzeit-Bestseller „The War of the Worlds“ des berühmten englischen Science-Fiction-Autors H.G. Wells (1866 – 1946) aus dem Jahre 1898 oder aus einer der späteren Verfilmungen dieses Romans erinnert fühlt, der irrt sich. Kein Grund zur Panik, die Aliens sind noch nicht in der Elbmetropole gelandet.

 

Die Plastik ist eine der berühmtesten Arbeiten der französisch-amerikanischen Bildhauerin Louise Joséphine Bourgeois (1911 – 2010).

 

Das überdimensionale Kunstwerk besteht auf rostfreiem Stahl, Bronze und Marmor. Es hat eine Höhe von 9,27 Metern, eine Breite von 8,91 Metern, einen Umfang von 10,24 Metern und ein Gewicht von 8.165 Kilogramm. Unter dem Körper in der Mitte trägt die Statue einen Drahtbeutel mit 26 Marmoreiern.

 

Die Künstlerin erschuf die Skulptur im Jahre 1999 für die erste Ausgabe der „The Unilever Series“ im Jahre 2000. Diese Ausstellung für moderne und zeitgenössische Kunst wird von dem gleichnamigen holländisch-britischen Konzern finanziert und kann in der Turbinenhalle der Tate Gallery of Modern Art in London besichtigt werden. Die Plastik wurde der Öffentlichkeit zum ersten Mal im Jahre 2000 vor der Galerie vorgestellt.

 

 

Das Kunstwerk ist eine Hommage an die Mutter der Franko-Amerikanerin, nach der sie die Statue auch benannte. Die Skulptur befindet sich im Besitz der Tate Gallery of Modern Art in London, die die Plastik im Jahre 2008 als Geschenk von der Künstlerin erwarb.

 

Spinnen sind ein zentrales, immer wiederkehrendes Motiv in den Arbeiten der Künstlerin. Die Arachniden symbolisieren das unendliche, sich wiederholende und erneuernde Leben im Allgemeinen. Weitere zentrale Themen, die die Franko-Amerikanerin in ihren Werken inszeniert, sind u.a. Angst, Frustration, Leiden, Schmerz, Kindheit, Jugend, Tod, Sexualität, Gewalt, Nostalgie und Traumabewältigung.

 

Sie gilt als eine der bedeutendsten und einflussreichsten Künstlerinnen unserer Zeit. Ihre Arbeiten zeigen Einflüsse des Surrealismus, des abstrakten Expressionismus, der Minimal Art und der Pop Art.

 

Die Spinne „Maman“ bildet den Höhepunkt der Ausstellung „Louise Bourgeois. Passage Dangereux“, die die Kunsthalle Hamburg zur Zeit anlässlich des 100. Geburtstages der Künstlerin veranstaltet. Diese war am 31. Mai 2010 im Alter von 98 Jahren gestorben.

 

Die Ausstellung kann in der Zeit vom 10. Februar 2012 bis zum 17. Juni 2012 im Hubertus-Wald-Forum besucht werden.

 

Die Skulptur wird momentan im Rahmen einer Welttournee in Ländern auf der ganzen Welt ausgestellt. Sie wurde im Januar dieses Jahres aus der Schweiz in die Hansestadt gebracht. Dort konnte die Plastik seit Montag, den 23. Mai 2011 schon in Genf, Zürich, Bern und Basel bestaunt werden. Nach Ende der Ausstellung in der Elbmetropole im Juni 2012 wird sie anschliessend weiter nach New York transportiert.

 

Das spektakuläre Kunstwerk ist das größte und bekannteste Exponat aus einer ganzen Reihe von Spinnenskulpturen der Bildhauerin, die insgesamt 9 unterschiedliche große Kopien umfaßt. Die anderen Bronzegüsse sind in Museen auf der ganzen Welt verteilt wie z.B. in der National Gallery of Canada in Ottawa in Kanada, in der Eremitage in St. Petersburg in Russland oder im Guggenheim Museum in Bilbao in Spanien.

 

Im Hubertus-Wald-Forum werden bis zum 17. Juni dieses Jahres außerdem auch viele andere Arbeiten aus den letzten 15 Lebensjahren der Künstlerin gezeigt.

 

Dazu gehört u.a. die Werkserie „Cells“ aus dem Jahre 1997. Diese Sammlung umfasst käfigartige, mit Objekten und kleinen Skulpturen gefüllte Räume. Das größte und spektakulärste Werk dieser Kollektion ist die „Passage dangereux“ aus dem Jahre 1997.

 

Ein weiteres Exponat der Bildhauerin, das hier zur Zeit bewundert werden kann, ist die vierzehnteilige Radierungsserie „À l’infini“ aus dem Jahre 2008, die sich im Besitz des Museum of Modern Art in New York befindet.

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