Die Krugkoppelbrücke in Hamburg vom Fähranleger Krugkoppelbrücke West im Eichenpark aus gesehen. Im Hintergrund ist die Bellevue am östlichen Ufer der Aussenalsterzu erkennen. Die historische und denkmalgeschützte Strassenbrücke überspannt die Mündung des Alsterlaufs in die Aussenalster und verbindet die Krugkoppel in Harvestehude mit der Fernsicht in Winterhude.

 

 

Wie die Schwanenwikbrücke und die Lombardsbrücke, so gehört auch die Krugkoppelbrücke zu den schönsten, beliebtesten und meistbesuchten Alsterbrücken. Als Teil der Ring 2-Verbindung in der Hansestadt muss sie eine hohe Verkehrsbelastung aufnehmen und wurde im Jahre 2013 von durchschnittlich 13.000 Fahrzeugen pro Werktag genutzt. Das Baudenkmal beherrscht mit seiner weithin sichtbaren, imposanten Silhouette die Skyline am nördlichen Ufer der Aussenalster wie kaum ein anderes Gebäude in der näheren Umgebung.

 

An diesem Standort wurde bereits im späten 19. jahrhundert eine erste dauerhafte Brücke errichtet. Im Jahre 1891 wurde hier nach Plänen des deutschen Bauingenieurs Franz Ferdinand Carl Andreas Meyer (1837 – 1901) eine Holzbrücke gebaut. Der Bauingenieur hatte sich u.a. auch als Architekt der Trostbrücke, der Heiligengeistbrücke, der Feenteichbrücke, der Brooksbrücke, der Schwanenwikbrücke und der Hohen Brücke einen Namen gemacht.

 

 

Die Holzkonstruktion hatte eine Spannweite von insgesamt 71 Metern und insgesamt 5 Durchfahrten, wovon 4 Durchfahrten eine Weite von 8 Metern und die mittlere Durchfahrt eine Weite von 9 Metern hatte. Sie hatte eine Breite von 10 Metern und eine Traglast von 8 Tonnen und wurde im Jahre 2027 aufgrund von Baufälligkeit abgerissen.

 

Das heutige Erscheinungsbild der Krugkoppelbrücke geht auf einen Neubau in den Jahren von 1927 bis 1928 zurück. Der Ersatzbau wurde im Zuge der Modernisierung der Hansestadt und der Förderung der neuzeitlichen Backsteingotik vom deutschen Bauingenieur Gustav Leo (1868 – 1944) nach Plänen des deutschen Architekten und Stadplaners und Hamburger Oberbaudirektors Fritz Schuhmacher (1869 – 1947) erricht.
Gustav Leo wurde von Fritz Schuhmacher mit der Neuplanung der Alsterkanalisierung beauftragt und hatte sich u.a. auch als Architekt der Leinpfadbrücke einen Namen gemacht.

Siehe auch  Bilder, Fotos Heiligengeistbrücke Hamburg

 

 

Die moderne Straßenbrücke hat eine Spannweite von insgesamt 71 Metern, eine Breite von insgesamt 19,5 Metern und eine Traglast von insgesamt 32 Tonnen und besteht aus insgesamt 3 Korbbogengewölben und 2 Mittelpfeiler. Das Baudenkmal ist komplett aus Stahlbeton gefertigt und vollständig mit Ziegeln verkleidet. Die beiden seitlichen Bögen haben eine Weite on 13,90 Metern, der mittlere Bogen hat eine Weite von 14,20 Metern.

 

Vom Baudenkmal führt eine Aussentreppe zu 2 Fähranlegern (Krugkoppelbrücke Ost/West) für Alsterdampfer der Linie 52.
Die Brüstungen und Brückenpfeiler sind aufwendig mit Klinkerkeramiken und Terrakotten dekoriert. Die Darstellungen umfassen u.a. Weinranken, zweischwänzige Meerwesen, Muscheln, farbige Reliefs und ein Hamburgwappen.

 

 

Die Ornamente sind das Werk des deutschen Bildhauers Richard Emil Köhl (1880 – 1961). Er hatte sich u.a. auch als Architekt des Kriegerdenkmals für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten aus dem 76er-Infanterie-Regiments am Dammtorbahnhof einen Namen gemacht. Außerdem sind die Brückenpfeiler mit fünfarmigen Kandelabern bestückt, die denen auf der Lombardsbrücke ähneln.

 

Im Rahmen der letzten Bauwerksprüfung, die im Jahre 2015 durchgeführt wurde, erhielt das Gesamtbauwerk eine Zustandsnote von 3,4. Am Mauerwerk, der Brüstung, den Bögen und den Treppenanlagen wurden gravierende Schäden festgestellt, die eine Grundinstandsetzung des historischen Bauwerks notwendig machten.

 

 

In den Jahren von 2018 bis 2019 wurde eine umfangreiche Restaurierung des Baudenkmals durchgeführt. Die Sanierungskosten beliefen sich auf 5 Millionen Euro. Während der langwierigen Sanierung wurden u.a. Ornamente an den Brüstungen und an den Brückenpfeilern erneuert, 41.000 Ziegel neu gebrannt und historische Klinker ausgetauscht. Außerdem wurden auch die Gehwegflächen und die Fahrbahn angepasst und erneuert.

Siehe auch  Bilder, Fotos Schwanenwikbrücke Hamburg

 

Die Alsterbrücke hat sich in den letzten Jahrzehhten einen Namen als einer der besten Fotospots und Aussichtspunkte in Hamburg gemacht. Und diesen guten Ruf geniesst sie vollkommen zu Recht. Denn sie bietet einen spektakulären Panoramablick auf die Aussenalster, die dahinterliegende charakteristische Skyline der Hansestadt und auf atemberaubende, romantische Sonnenuntergänge über dem Stadtgewässer.

 

Weiterführende Links:

 

Adresse, Stadtplan Krugkoppelbrücke Hamburg

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