Barrierefreiheit in der U-Bahn und S-Bahn in Hamburg

 

Der Hamburger Senat hat in den letzten Jahren sehr viel Geld in den barrierefreien Ausbau des öffentlichen U-Bahn- und S-Bahn-Netzes investiert. Diese umfangreichen und langfristigen Baumaßnahmen sind ein wesentlicher Bestandteil der aktuellen Qualitätsoffensive, mit der das moderne, sehr gut ausgebaute und weitverzweigte ÖPNV-Netz in der Hansestadt noch weiter ertüchtigt werden soll.

 

Mit dieser Investition in die Zukunft will die Stadt Hamburg den Zugang und die Nutzung des HVV-Netzes für mobilitätseingeschränkte Menschen erleichtern, für die das ÖPNV-Netz ohne fremde Hilfe schwer oder gar nicht erreichbar ist, und HVV-Kunden damit noch mehr Service, Qualität und Komfort im Alltag bieten.

 

Diese Zielgruppe umfasst blinde und sehbehinderte Menschen, hörbehinderte und gehörlose Menschen, Fahrgäste mit Kinderwagen sowie ältere, gebrechliche und behinderte Menschen, die im Alltag auf Mobilitätshilfen wie Krücken, Rollatoren und Rollstühle angewiesen sind.

 

Sinn und Zweck dieser Initiative ist es, im Rahmen der politisch angestrebten Mobilitätswende allen HVV-Kunden dieselben Beförderungsbedingungen im ÖPNV zu ermöglichen. Dies ist ein wichtiger Schritt für mehr Gleichbereichtigung von mobilitätseingeschränkten Menschen im Alltag und für eine bessere Integration dieser Zielgruppe in unsere Gesellschaft.

 

Im Folgenden erhalten Sie eine Übersicht über den Zeitplan, den Umfang und den aktuellen Stand des barrierefreien Ausbaus des U-Bahn- und S-Bahn-Netzes in Hamburg.

Rollstuhlgerechte, behindertengerechte U-Bahn und S-Bahn in Hamburg

 

Der barrierefreie Ausbau der U-Bahnen und S-Bahnen in Hamburg umfasst unterschiedliche Modernisierungsmaßnahmen wie den Einbau von Aufzügen, die Erhöhungen der Bahnsteige und den Einbau von taktilen Blindenleitsystemen.

 

 

Aufzüge sollen mobilitätseingeschränkten Menschen einen stufenlosen, leichten Zugang zu Bahnhöfen und Bahnsteigen ermöglichen. Dank ausreichender Kabinengröße und einer Türbreite von 90 Zentimetern können die Fahrstühle auch problemlos von Rollstuhlfahrern genutzt werden.

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Aufgrund einer großzügigen und übersichtlichen Anordnung in den Aufzügen können die Bedienungselemente ebenfalls problemlos von Rollstuhlfahrern genutzt werden. Diese sind teilweise zusätzlich in Blindenschrift gekennzeichnet. Außerdem erfolgt auch häufig eine Ansage der verschiedenen Ebenen. Aufgrund der Ausstattung mit zwei Türen können die Fahrstuhlkabeinen ohne Richtungswechsel genutzt werden. Darüber hinaus ist jede Kabine auch mit einer Notrufanlage ausgestattet.

 

Die Erhöhung der Bahnsteige soll barrierefreie Ein- und Ausstiegsbereiche ermöglichen, die mobilitätseingeschränkten Menschen einen niveaugleichen, leichten Ein- und Ausstieg erlauben. In U-Bahnhöfen sind diese Bereiche durch ein Schachbrettmuster und Kinderwagen- und Rollstuhl-Symbole auf dem Bahnsteigboden gekennzeichnet. Die Einstiegshöhe beträgt bei älteren U-Bahn-Modellen 8 Zentimeter und bei neueren 5 Zentimeter. Die Spaltbreite zwischen Bahnsteig und Fahrzeug variiert zwischen 7 Zentimetern und 14 Zentimetern.

 

In S-Bahnhöfen sind die barrierefreien Ein- und Ausstiegsbereiche ebenfalls durch Kinderwagen- und Rollstuhl-Symbole und ein Schachbrettmuster auf dem Bahnsteigboden gekennzeichnet. Alle S-Bahn-Züge sind mit einer Rampe ausgestattet, die sich an der ersten Tür direkt hinter der Fahrerkabine in einem Mehrzweckabteil befindet.

 

Mobilitätseingeschränkte Menschen, die für den Einstieg eine Rampe benötigen, sollten deshalb auf Höhe der Zugspitze warten. Hierfür können sie sich an den Zugzielanzeigern, den Zughaltemarkierungen (H-Tafeln) und den Hinweisschildern auf den Bahnsteigen orientieren. Die Einstiegshöhe beträgt 5 Zentimeter. Die Spaltbreite zwischen Bahnsteig und Fahrzeug variiert zwischen 5 Zentimetern und 10 Zentimetern.

 

Taktile Blindenleitsysteme sollen blinden und sehbehinderten Menschen eine einfache, sichere Orientierung in U-Bahnhöfen und S-Bahnhöhfen und eine leichtere, bessere Nutzung der U-Bahn- und S-Bahn-Züge ermöglichen. Die taktilen Orientierungssysteme sind in vielen Bereichen wie an Bahnsteigkanten, auf Umsteigewegen und in Schalterhallen verfügbar. Sie bestehen aus in den Boden eingelassenen Noppen- und Rippenplatten mit kontrastreichen, farbigen Begleitstreifen, die mit dem Blindenstock ertastbar sind.

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Akustische Signale sind eine weitere Orientierungshilfe für blinde und sehbehinderte Menschen. Dazu gehören u.a. optisch-akustische Türschließsignale, die Ankündigung der nächsten Haltestelle und der Ausstiegsseite und andere Durchsagen des Bahnhofspersonals.

Barrierefreie U-Bahn-Haltestellen und S-Bahnhöfe in Hamburg

 

Der barrierefreie Ausbau der U-Bahnen und S-Bahnen in Hamburg begann bereits im Jahre 2011 und soll Mitte der 2020er Jahre beendet werden. Zu Beginn der umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen waren nur 36 von insgesamt 93 U-Bahn-Haltestellen in der Hansestadt barrierefrei. Inzwischen sind bereits 95 Prozent der U-Bahn-Stationen modernisiert worden.

 

 

Die U2-Linie und die U4-Linie sind schon barrierefrei ausgebaut. Zur Zeit erfolgt der barrierefreie Ausbau der U-Bahn-Linien U1 und U3. Diese Modernisierungsmaßnahmen sollen bis zum Jahre 2025 abgeschlossen werden.

 

Im Vergleich dazu hinkt der barrierefreie Ausbau der S-Bahnen in Hamburg leicht hinterher. Zur Zeit sind erst 90 Prozent der insgesamt 68 S-Bahn-Haltestellen in der Hansestadt modernisiert.

 

Die U-Bahn-Stationen Kellinghusenstraße, Berliner Tor, Überseequartier und HafenCity Universität sind seit dem Jahre 2012 barrierefrei ausgebaut. Die U-Bahn-Haltestellen Osterstraße, Kiwittsmoor, Emilienstraße und Christuskirche wurden im Jahre 2013 modernisiert.

 

Die Modernisierung der U-Bahn-Haltestellen Eppendorfer Baum, Hammer Kirche, Feldstraße, Burgstraße und Wandsbek-Gartenstadt erfolgte im Jahre 2014. Im Jahre 2015 erfolgte der barrierefreie Ausbau der U-Bahn-Stationen Berne, Mundsburg, Legienstraße, Hallerstraße, Ochsenzoll und Rauhes Haus. Die U-Bahnhöfe Stephansplatz, Klosterstern und Ohlstedt wurden im Jahre 2016 modernisiert.

 

Im Jahre 2017 wurden die U-Bahn-Stationen Buchenkamp, Ahrensburg West, Ahrensburg Ost, Schmalenbek und Buckhorn barrierfrei ausgebaut. Die U-Bahn-Haltestellen Hoheluftbrücke, Habichtstraße, Langenhorn Nord, Meiendorfer Weg, Uhlandstraße, Hagendeel und Merkenstraße sind seit dem Jahre 2018 barrierefrei.

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Im Jahre 2019 erfolgte die Modernisierung der U-Bahnhöfe Alter Teichweg, Joachim-Mähl-Straße, Lohmühlenstraße, Lübecker Straße, Oldenfelde, Ritterstraße und Wandsbeker Chaussee. Im Jahre 2020 wurden die U-Bahn-Stationen Landungsbrücken, Fuhlsbüttel Nord, Klein Borstel und Straßburger Straße barrierefrei gestaltet. Die Modernisierung der U-Bahn-Haltestellen Jungfernstieg und Steinstraße erfolgte im Jahre 2021 und der U-Bahn-Stationen Mönckebergstraße und Rathaus im Jahre 2022.

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